Mit einer Gesamtauflage von über 31 Millionen Büchern zählt Cornelia Funke zu den erfolgreichsten deutschen Schriftstellerinnen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die 65-Jährige in ihren fantastischen Romanen einen einzigartigen Kosmos geschaffen hat, den sie zuletzt mit dem vierten Band ihrer „Tintenherz“-Reihe („Die Farbe der Rache“, Dressler) erweitert hat. Auch wenn sie in einem idyllischen Anwesen in der Toskana lebt, verschließt sie sich nicht vor den Problemen der Realität und versucht gleichzeitig, den künstlerischen Nachwuchs zu fördern. Im Interview erzählt sie von ihrer aktuellen Sicht auf die Welt, der Wichtigkeit von Kunst und von der Notwendigkeit, Schmerzen zu erleiden.

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Als Sie vor drei Jahren von Kalifornien in die Toskana zogen, waren Sie sich noch nicht sicher, ob Sie hier auf Dauer bleiben...

Cornelia Funke: Aber mittlerweile spüre ich eine sehr tiefe Verwurzelung. Ich finde es aufregend, wie sehr die deutsche und italienische Kultur in Italien verwoben sind. Ich genieße auch den Wechsel der Jahreszeiten. Inzwischen habe ich ein zweites Anwesen für mein Programm für junge Künstlerinnen und Künstler gekauft. Das ist für mich auch ein Beweis, wie sehr ich erstmal angekommen bin.