- In Spanien startet das neue Jahr mit einer besonderen Frucht, die Glück bringen soll
- Warum versammeln sich Tausende um Mitternacht bei einer berühmten Uhr in Madrid?
- Die wichtigsten Infos rund um den kuriosen Brauch im Überblick
Spanien verabschiedet das Jahr mit einem besonderen Ritual. Um Mitternacht werden dort traditionell zwölf Weintrauben gegessen. Der Brauch ist über hundert Jahre alt und verspricht Glück für jeden Monat des neuen Jahres.

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Besonders in Madrid versammeln sich Jahr für Jahr Tausende vor der berühmten Uhr an der Puerta del Sol, um das Spektakel live zu verfolgen. Inzwischen hat die alte Tradition auch online Fans gefunden: Auf Plattformen wie TikTok probieren immer mehr Menschen in aller Welt die spanische Silvester-Challenge aus. Doch was steckt eigentlich hinter dem berühmten Ritual mit den zwölf Trauben?
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Silvester-Tradition: 36 Sekunden Zeit zum Essen von zwölf Trauben
Um Mitternacht wird in Spanien das vergangene Jahr mit zwölf Glockenschlägen verabschiedet. Wenn die Glocke am königlichen Postamt in Madrid schlägt, dann soll bei jedem der Töne eine Traube gegessen werden.
Jede Traube steht für einen Wunsch in jeden Monat des kommenden Jahres. Um die Trauben nicht zu schnell runterschlingen zu müssen, dauert ein Glockenschlag drei Sekunden. Es bleiben also 36 Sekunden Zeit, um alle Trauben zu essen.
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Wer es schafft, alle zwölf Trauben in dieser Zeit zu essen, dem soll das neue Jahr Glück und Erfolg bringen. Laut TikTok scheint das ab und an zu funktionieren: Immer mehr Leute posten derzeit, dass sie bei der letzten Silvesterparty Single waren, Weintrauben aßen und jetzt glücklich vergeben sind.
Neujahr: Tradition ursprünglich aus dem Jahr 1882
Dabei war das nicht das ursprüngliche Ziel der Tradition. Eine Theorie ist laut "National Geographic", dass im Jahr 1882 die Bourgeoisie während des Silvesterdinners Champagner trank und Weintrauben aß. Daher beschloss eine Gruppe von Madrilenen, diese Tradition zu ironisieren, indem sie sich zur Puerta del Sol begaben, um beim Klang des Glockenspiels Weintrauben zu essen.
Diese Aktion sollte die Klassenunterschiede in der Vorweihnachtszeit verdeutlichen und die Bräuche der Aristokraten verspotten. Heutzutage wird weiterhin davon gesprochen, dass Weintrauben den Überfluss symbolisieren.

Silvester-Brauch mit Vorsicht genießen
Wer das traditionelle Traubenessen mitmachen möchte, sollte aber vorsichtig sein, denn beim zu schnellen Essen droht Erstickungsgefahr. Gerade Kinder sollten daher vorsichtig sein.
Obwohl der Brauch seinen Ursprung in Spanien hat, ist dieser auch in Portugal und Ländern Lateinamerikas verbreitet. Auch gibt es ähnliche kuriose Traditionen in anderen europäischen Ländern. Die Dänen zum Beispiel zerbrechen Teller und die Italiener essen an Silvester Linsen. (rs)





