Für die Polizei in Kopenhagen handelt es sich bei dem angespülten Frauen-Torso eindeutig um die Leiche der Journalistin Kim Wall. Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch sagte Polizeisprecher Jens Møller Jensen, mit Hilfe einer Zahn- und einer Haarbürste habe man einen DNA-Abgleich machen können. Zudem habe man Blut der Schwedin im U-Boot gefunden.

Jeden 2. Sonntag
Ein FUNKE Liebe
Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Am Montag hatte ein Radfahrer den Frauentorso am südlichen Ufer der Kopenhagen vorgelagerten Insel Amager gefunden. Kopf, Arme und Beine fehlten, sie waren abgetrennt worden, wie Polizeisprecher Jens Møller Jensen sagte. Weitere Leichenteile wurden zunächst nicht gefunden.
Noch keine Angaben zur Todesursache
Zur Todesursache könne man noch keine Angaben machen, sagte der Sprecher weiter, weil die Obduktion wegen der abgetrennten Gliedmaßen äußerst schwierig sei. Die Rechtsmediziner hätten aber festgestellt, dass ursprünglich etwas Metallisches am Körper von Kim Wall befestigt gewesen sei, das ihn vermutlich am Meeresboden hätten halten sollen.
There is a DNA match. Pressbriefing at 9 at Politigården. Until then no further comments #politidk
— Københavns Politi (@KobenhavnPoliti) August 23, 2017
Eine Reportage über den Erfinder
Die schwedische Journalistin war das letzte Mal gesehen worden, als sie am 10. August an Bord eines U-Bootes des dänischen Ingenieurs Peter Madsen ging. Die Geschichte klingt wie ein Krimi: Ein gesunkenes U-Boot, ein schillernder Erfinder und eine zerstückelte Frauenleiche.

Die 30 Jahre alte Schwedin Kim Wall schiffte sich mit Madsen im Hafen von Kopenhagen auf der „UC3 Nautilus“ ein. Sie wollte eine Reportage über den Erfinder schreiben. Was dann passierte, ist unklar.
Madsen gab zunächst an, die Frau nach einer Fahrt mit dem U-Boot auf einer Insel im Kopenhagener Hafengebiet abgesetzt zu haben. Er selbst habe ein paar Dinge an dem selbst entworfenen 18 Meter langen Unterwasserfahrzeug getestet, wobei es zu Problemen mit einem Ballasttank gekommen sei. Das U-Boot sank, er wurde von einem privaten Schiff gerettet und an Land gebracht.
Das U-Boot sinkt, Wall wird vermisst
Auch interessant
Als ihre Familie die Journalistin als vermisst meldete, . Zunächst bestritt der Däne, mit dem Verschwinden der Frau etwas zu tun zu haben. Die Polizei vermutete, dass die Schwedin in dem versunkenen U-Boot zu finden sei. Als das Fahrzeug geborgen wurde, war das aber nicht der Fall.

Peter Madsen änderte dann seine Angaben: In einem Verhör mit der Polizei sagte er aus, die vermisste schwedische Journalistin sei durch ein Unglück an Bord ums Leben gekommen. Er habe die Frau dann an einem nicht genau genannten Ort in der Køge-Bucht bestattet.
Auch interessant
Die dänischen und schwedischen Seefahrtsbehörden zeichneten die Route des U-Boots nach und versuchten die Leiche zu finden. . (dpa)



![An unidentified woman stands in the tower of the private submarine "UC3 Nautilus" pictured i Copenhagen Harbor on Friday, August 11, 2017. The submarine sank in the sea outside Copenhagen Harbor friday night. A swedish woman supposed to be on board the submarine is still missing. Danish Police has charged Peter Madsen with killing (Photo: Anders Valdsted / Scanpix 2017) [ Rechtehinweis: picture alliance/Scanpix Denmark ] An unidentified woman stands in the tower of the private submarine "UC3 Nautilus" pictured i Copenhagen Harbor on Friday, August 11, 2017. The submarine sank in the sea outside Copenhagen Harbor friday night. A swedish woman supposed to be on board the submarine is still missing. Danish Police has charged Peter Madsen with killing (Photo: Anders Valdsted / Scanpix 2017) [ Rechtehinweis: picture alliance/Scanpix Denmark ]](https://img.sparknews.funkemedien.de/400939102/400939102_1682020278_v16_9_1200.jpeg)


