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Schock und Trauer nach dem : Der Frontmann der amerikanischen Rock-Band Linkin Park ist im Alter von 41 Jahren gestorben. Er wurde am Donnerstag tot in seinem Haus nahe Los Angeles gefunden, wie ein Sprecher der Gerichtsmedizin in Los Angeles der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Möglicherweise habe Bennington Suizid begangen, sagte Brian Elias. Der Vorfall werde aber noch untersucht.

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Linkin Park ist eine der erfolgreichsten Rock-Bands der Welt mit vielen Millionen verkauften Tonträgern und zahlreichen Auszeichnungen. Zu ihren bekanntesten Hits gehören „Numb“ und „In the End“.
Kollegen und Weggefährten trauern
Ein Anruf aus dem Haus des Rockers in Palos Verdes Estates sei am Donnerstagmorgen (Ortszeit) bei der Polizei eingegangen, hieß es. „Schockiert und untröstlich“, beschrieb Band-Kollege Mike Shinoda in einem Tweet seine Gefühle nach der Todesnachricht. Bennington war sechsfacher Vater und in zweiter Ehe verheiratet. Ende Juli wollte die Band auf Tournee gehen, bis November waren Konzerte in den USA, Kanada und Japan geplant.
Shocked and heartbroken, but it's true. An official statement will come out as soon as we have one.
— Mike Shinoda (@mikeshinoda) 20. Juli 2017
Er sei ein „Held des Hard Rock“ mit einer enormen Stimmbreite und einer starken Bühnenpräsenz gewesen. Auch Sänger Bryan Adams äußerte sich auf Twitter: „Ruhe in Frieden Chester Bennington“ schrieb er.
Chester was one of the kindest men I've had on my show. My heart breaks for his family and friends. He will be missed terribly.
— Jimmy Kimmel (@jimmykimmel) 20. Juli 2017
RIP Chester Bennington #LinkinPark
— Bryan Adams (@bryanadams) 20. Juli 2017
Soundgarden-Sänger Chris Cornell, ein guter Freund, hatte sich Mitte Mai das Leben genommen. Seine Leiche wurde nach einem Konzert in Detroit in einem Hotelzimmer gefunden. Benningtons Todestag am 20. Juli fällt mit dem Geburtstag Cornells zusammen.
Nach Cornells Suizid hatte Bennington auf Twitter seine große Trauer zum Ausdruck gebracht. „Ich kann mir keine Welt ohne dich vorstellen“, schrieb er über den Verlust seines Freundes.
Bennington hatte in der Vergangenheit offen über seine Depressionen und Suchtprobleme gesprochen. In Interviews gab er auch an, als Junge von einem älteren Bekannten sexuell missbraucht worden zu sein.
Im Mai hatte Linkin Park ein neues Album veröffentlicht
Erst im Mai hatte die 1996 in Los Angeles gegründete Band ihr neues Album „One More Light“ auf den Markt gebracht. Es war ihr siebtes Studioalbum. In der Single „Heavy“ singt Bennington schwermütig über seine Gedanken. Im Refrain fragt er, warum alles so schwer sei. Balladen („One More Light“) stehen neben eingängigem Poprock („Talking To Myself“) oder gefühliger Akustikgitarre („Sharp Edges“).
Diese Prominenten sind 2017 gestorben
Die Rock-Band schlug damit sanftere Töne an als in früheren Jahren. Das brachte ihr auch Kritik von Fans ein. Sein Ziel sei nie gewesen, möglichst viele Platten zu verkaufen oder Stadien zu füllen, sagte Bennington im Mai im Interview der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Unsere Absicht ist, Musik zu machen, die wir lieben.“
Familienleben ist Inspiration für Songs
Erstmals hatte die Band die Aufnahmen nicht mit musikalischen Proben begonnen, sondern mit Gesprächen. „Worüber mache ich mir Gedanken? Was ist für mich gerade am wichtigsten?“, seien Fragen dieser Gespräche gewesen, aus denen sich die Ideen für neue Lieder ergeben hätten: Depression und Tod, aber eben auch das manchmal banale Familienleben mit Kindern. Hast du die Zähne geputzt? Wo ist dein Rucksack? „Das ist ein typischer Tag, wenn du Kinder hast“, sagt Bennington. Aber dies seien auch Themen, die vor 15 Jahren niemand in der Band verstanden hätte. „Es kommt darauf an, wo wir im Leben stehen.“
Die Band war Ende der 1990er Jahre durch eine Mischung aus Nu-Metal, Rock, Rap-Klängen und elektronischen Sounds bekannt geworden. Ihr Debütalbum „Hybrid Theory“ verkaufte sich mehr als 11 Millionen Mal. Die Kalifornier füllten Stadien und spielten Headlinershows vor Zehntausenden. In Deutschland traten sie zuletzt Ende Juni beim „Southside Festival“ in Baden-Württemberg auf. (dpa)
Anmerkung der Redaktion:
Aufgrund der hohen Nachahmerquote berichten wir in der Regel nicht über Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Wenn Sie selbst unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Selbstmordgedanken leiden oder Sie jemanden kennen, der daran leidet, können Sie sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen. Sie erreichen sie telefonisch unter 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.

























































































