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Die Welt schaut derzeit auf , der Dutzende Frauen sexuell missbraucht haben soll. In Hollywood wussten offenbar viele davon., die dem Miramax-Produzenten Harvey Weinstein sexuelle Belästigung oder sogar Vergewaltigung vorwerfen.
Dass Hollywood mit seinen Machtdynamiken zwischen älteren Männern in entscheidenden Positionen und jungen, aufstrebenden Schauspielerinnen kein Sonderfall ist, dürfte einleuchten.
Schauspielerin Alyssa Milano ruft Opfer auf, sich zu äußern
Geschichten über sexuelle Belästigungen, Übergriffe und Vergewaltigungen sammeln sich seit Montag unter dem Hashtag #metoo. Die US-Schauspielerin Alyssa Milano („Charmed - Zauberhafte Hexen“) hatte dazu aufgerufen.
If you've been sexually harassed or assaulted write 'me too' as a reply to this tweet. pic.twitter.com/k2oeCiUf9n
— Alyssa Milano (@Alyssa_Milano) 15. Oktober 2017
Auch Berühmtheiten wie Evan Rachel Wood, Lady Gaga oder Patricia Arquette meldeten sich unter dem Hashtag zu Wort.
Nicht wenige Frauen verweisen darauf, was all diese einzelnen Geschichten eint: struktureller Sexismus. Dieser erklärt, warum es Harvey Weinstein offenbar nicht seltsam vorkam, als eine erste „Entschuldigung“ für sein Verhalten darauf zu verweisen, dass er in einer anderen Zeit großgeworden sei, in den 1960er und 1970er Jahren nämlich, als es normal gewesen sei, Frauen auf der Arbeit zu belästigen (Original: „I came of age in the ‘60s and ‘70s, when all the rules about behavior and workplaces were different. That was the culture then“).
Weinstein soll sich inzwischen in einer europäischen Klinik wegen Sex-Sucht behandeln lassen. Das ärgert Viele, die finden, Weinstein müsse sich vor allem vor einem Gericht verantworten. (aba)




