Noch gibt es kein Medikament im Kampf gegen das
Coronavirus
. Nahrungsergänzungsmittel helfen da erst recht nicht. Sie können eine
Covid-19-Erkrankung
, die durch das Virus Sars-CoV-2 ausgelöst wird, weder verhindern noch heilen. Das teilte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) am Dienstag mit.

Jeden 2. Sonntag
Ein FUNKE Liebe
Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
„Unter den Nahrungsergänzungsmitteln gibt es keine Wundermittel gegen Corona“, erklärte
Friedel Cramer
, Präsident des BVL. Es sei unerhört, wie manche Händler in der aktuellen Pandemie versuchen, aus den Ängsten der Menschen Profit zu schlagen. Cramer: „Die Behörden gehen entschieden dagegen vor.“

Lesen Sie hier:
Corona-Impfstoffe: Das sind die Hoffnungsträger.
Profit mit Coronavirus: 592 auffällige Webseiten
In
EU-weiten Kontrollen
wurden bisher 592 auffällige Webseiten entdeckt – in Deutschland machten die zuständigen Behörden 60 Webseiten ausfindig. Die Angebote wurden daraufhin entweder gelöscht oder geändert. Auch Bußgelder können drohen.
- Aktuelle Lage: Corona-Varianten und Symptome im Überblick
- Corona-Variante: Auffälliges Symptom bei XEC – „Scheint die Menschen umzuhauen“
- Herbstwelle kommt: Alarmierende Studie zu neuer Corona-Variante
- Corona-Aufarbeitung: RKI-Files geleakt: Alter Spahn-Satz gerät wieder in den Fokus
- Medikament: Corona: Warum Ihr Arzt Ihnen kein Paxlovid verschreibt
Tipps zum Online-Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln
Rechtlich betrachtet sind
Nahrungsergänzungsmittel
Lebensmittel und keine Arzneimittel. Deshalb ist jede Form von Werbeaussagen, die eine Heilung, Linderung oder Verhütung von Krankheiten versprechen, in der Europäischen Union verboten. Und: Es gibt keine wissenschaftliche Studie, die eine Wirksamkeit von bestimmten Stoffen in Nahrungsergänzungsmitteln gegen das aktuelle Coronavirus belegt.
Generell gilt beim Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln:
- Vorsicht bei schnellen und unrealistischen Erfolgsversprechen
- Vorsicht bei Empfehlungen in Diskussionsforen und Chatrooms. Häufig steckt getarnte Werbung dahinter
- Informieren Sie sich vor dem Kauf über die Ihnen unbekannten Zutaten
- Achten Sie auf Produktempfehlungen. Gibt es deutsche Aufschriften? Haben die Verpackungen eine seriöse Aufmachung?
- Kaufen Sie Nahrungsergänzungsmittel nicht von Privatpersonen
Hier finden Sie weitere Informationen vom BLV:
Fragen und Antworten zu Nahrungsergänzungsmitteln!
- Medizinprodukte: Corona-Test abgelaufen – Kann man ihn noch benutzen?
- Richtiges Verhalten: Corona-positiv ohne Symptome – Kann ich arbeiten gehen?
- Infektion: Corona-Test ist positiv? Das müssen Sie jetzt tun
Coronavirus und Pflanzenpulver: Verbraucherzentrale klagt
Verbraucherschützer warnen schon seit Längerem vor unseriösen Anbietern und gehen dagegen vor. „Immer mehr Hersteller bewerben ihre Nahrungsergänzungsmittel oder Pflanzenextrakte mit angeblichem Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus. Doch das ist in der Regel nicht erlaubt“, hieß es etwa in einer Mitteilung der
Berliner Verbraucherzentrale
vom Juni.
Sie ging zum Beispiel gegen ein Unternehmen vor, das damit warb, Hanföl könne die Empfänglichkeit gegenüber allen Arten von Virusinfektionen verringern. Ein weiterer Anbieter bewarb ein „Immunity Set“ – verschiedene Pflanzenpulver zur Herstellung von
Smoothies
, die vermeintlich einen Beitrag zur Bekämpfung des Coronavirus leisten sollten. Gegen diesen Anbieter klagte die Verbraucherzentrale.
- Zweiter Booster: So gut schützt die vierte Corona-Impfung mit Biontech und Moderna
- Auffrischung: Was für einen zweiten Corona-Booster spricht – und was dagegen
Coronavirus und dubiose Mittel: Was können Sie tun?
Wenn Sie selbst ein unseriöses Angebot im Internet entdeckt haben, können Sie dies bei der Lebensmittel- und Veterinärüberwachung Ihrer Stadt- oder Kreisverwaltung melden.
Sie erreichen sie zum Beispiel hier:
Lebensmittelüberwachung: Eine Aufgabe der Bundesländer.
(jtb/dpa)




