- Die Liebe war das Thema der Doktorarbeit von Soziologe Torsten Reters
- Klar ist: Liebe hat sich im Lauf der Jahrhunderte stark verändert
- Der Experte verrät, worauf es heute in einer glücklichen Beziehung ankommt
Endlich kriegen sich die beiden, ein inniger Kuss, die Geigen erklingen – Happy End! So bedient Hollywood seit Jahrzehnten die Sehnsucht nach der Liebe. Fragt man jedoch Menschen, die seit Jahrzehnten glücklich liiert sind, was Liebe ist, fallen Wörter wie Zuneigung, Respekt, Füreinander-Dasein. Von innigen Küssen hört man selten, von klingenden Geigen nie. Wie geht es nach dem Abspann weiter? Und was ist Liebe eigentlich?
Wir fragen Torsten Reters. Der Soziologe aus Schwerte hat seine Doktorarbeit über Liebe geschrieben sowie Bücher zum Thema, darunter „Wie unsere Liebe gelingt.“ Die Liebe sei immer ein Mix aus mehreren Zutaten, so der 56-Jährige: aus einem Hormon-Cocktail, aus der Kommunikation zwischen zwei Menschen oder das, was wir schon in frühester Kindheit über das Miteinander verinnerlicht haben. Und: „Die Liebe ist auch eine kulturelle Erfindung.“
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