Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat amerikanischen Großwildjägern wieder erlaubt, Trophäen von erlegten Elefanten aus den Ländern Sambia und Simbabwe in die USA einzuführen. Sie hob eine Regelung von Trumps Vorgänger Barack Obama auf, die den Import verboten hatte.

Jeden 2. Sonntag

Ein FUNKE Liebe

Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Die legale und regulierte Jagd könne helfen, bestimmte Tierbestände zu erhalten, erklärte die US-Naturschutzbehörde FWS. Das dabei erzielte Geld könne in Naturschutzmaßnahmen fließen.

Kritik von Naturschützern

Naturschützer halten diese Argumentation für absurd. „Amerikanische Trophäenjäger sollten keine Elefanten töten, wenn ihre Population schrumpft. Das hat nichts mit Naturschutz zu tun“, erklärte Tanya Sanerib von der Organisation Center for Biological Diversity. Auch das Argument, Jäger würden dem Tourismus helfen, rechtfertige nicht das Erlegen gefährdeter Tierarten. Es sei schockierend, dass die Trump-Regierung das Verbot ausgerechnet während eines Militärputsches in Simbabwe aufhebe.

In dem Land hatte das Militär in der Nacht zu Mittwoch die Macht übernommen, der 93-jährige Langzeitpräsident Robert Mugabe wurde unter Hausarrest gestellt.

Trumps Söhne sind Großwildjäger

Kein unwichtiges Detail ist, dass Trumps Söhne Eric und Donald Jr. bekennende Großwildjäger sind. Vor etwa fünf Jahren sorgten Fotos der beiden, auf denen sie mit Jagd-Trophäen wie einem abgeschnittenen Elefantenschwanz zu sehen waren, für Aufregung. Das US-Portal „TMZ“ hatte die Bilder veröffentlicht.

Empfohlener externer Inhalt

An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von X, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.
Externer Inhalt
Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Die mächtige US-Waffenlobbyorganisation NRA begrüßte den Schritt. Mit der Aufhebung des Verbotes habe die Regierung einmal mehr die Bedeutung einer geregelten Jagd für das Überleben von Wildtierarten unterstrichen, erklärte der NRA-Vorsitzende Chris Cox. (dpa/jei)