
Heiligabend: Am Abend des 24. Dezember findet in Deutschland traditionell die Bescherung statt. Heiligabend ist der Vorabend des Weihnachtsfests, das somit erst am 25. Dezember gefeiert wird.© Getty Images/iStockphoto | GMVozd

Geschenke: Der Brauch, sich gegenseitig zu beschenken, geht auf Martin Luther zurück, der dies ab 1535 als Alternative zur bisherigen Geschenksitte am Nikolaustag propagierte.© dpa | Rolf Vennenbernd

Tannenbaum: Heute zentrales Element der Weihnachtsfeier, fand man den Christbaum bis ins 18. Jahrhundert zunächst nur an Fürstenhöfen und in der Oberschicht. Im Krieg gegen Frankreich ließ der preußische König ihn 1870/71 in den Unterständen und Lazaretten aufstellen, von wo aus er sich verbreitete.© dpa | Caroline Seidel

Krippe: Die Idee von der Futterkrippe als Geburtsort Jesu lässt sich schon im Frühchristentum nachweisen. Populär wurde die Inszenierung durch Franz von Assisi. In vielen Gottesdiensten wird die Weihnachtsgeschichte als Krippenspiel nacherzählt.© dpa-tmn | Patrick Seeger

Heilige Drei Könige: Auch sie gehören zu jedem ordentlichen Krippenspiel, denn die "Weisen aus dem Morgenland" sind nach christlichem Glauben durch den Stern von Betlehem zur Geburtsstätte Jesu geführt worden. © Getty Images/iStockphoto | Rawpixel

Baumschmuck: Hing man früher Äpfel, Nüsse oder selbst gemachtes Gebäck an den Weihnachtsbaum, setzten sich später Glaskugeln und Lichterketten durch.© Getty Images | Jack Taylor

Lametta: Immer seltener sieht man hingegen diese Glitzerfäden – besonders seit der letzte deutsche Lametta-Hersteller die Produktion Ende 2015 einstellte. Damit ist Opa Hoppenstedts Weisheit heute umso treffender: "Früher war mehr Lametta."© Getty Images/iStockphoto | PoppyPixels

Weihnachtsfilme: Alle Jahre wieder beglücken uns die Programmmacher mit den gleichen immerguten Klassikern. Eine besonders große Fangemeinde hat das Märchen "Drei Nüsse für Aschenbrödel".© Getty Images/iStockphoto | ljubaphoto

Weihnachtsessen: Bei der Frage, was auf den Tisch kommt, stehen die Deutschen nicht auf Experimente. Gänsebraten ist in vielen Familien Standard. Nur ein Gericht ist noch beliebter: Kartoffelsalat mit Bockwürstchen oder Frikadellen.© Getty Images | GMVozd

Christmette: Ursprünglich ist sie das in der Heiligen Nacht gesungene Stundengebet, heute meint man mit "Christmette" aber meist die heilige Messe, die in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember gefeiert wird. Sie beginnt traditionell um Mitternacht, in vielen Gemeinden aber auch schon um 22 oder 23 Uhr.© Getty Images | cmart7327

Weihnachtslieder: In Deutschland gibt es kaum ein anderes Weihnachtslied, das so beliebt ist wie "Stille Nacht, heilige Nacht". Erstmals aufgeführt wurde es 1818 in einer Kirche in Oberndorf bei Salzburg. Weitere beliebte Lieder sind zum Beispiel "Oh Tannenbaum" oder "Alle Jahre wieder".© dpa | Michael Kappeler

Christkind oder Weihnachtsmann? Wer in Deutschland die Geschenke bringt, hängt von der Region ab. Anfang des 20. Jahrhunderts soll der Weihnachtsmann für den evangelischen Norden und Nordosten zuständig gewesen sein, das Christkind für den Westen und Süden. Heute ist der Weihnachtsmann populärer – mit freundlicher Unterstützung der Werbung.© dpa | Privat

Rentiere: Da der Weihnachtsmann immer mehr zu tun bekommt, kann er froh über seine Helfer sein. Neun Rentiere ziehen angeblich seinen Schlitten, das bekannteste von ihnen: Rudolph mit der roten Nase.© dpa | Steve Parsons

Weihnachtspost: Auch in diesem Jahr beantworten Weihnachtsmann und Christkind wieder fleißig Briefe von Kindern aus aller Welt. Insgesamt sieben Weihnachtspostfilialen gibt es: in Himmelpfort, Engelskirchen, Himmelsthür, Himmelpforten, Nikolausdorf, Himmelstadt und St. Nikolaus.© dpa | Karl-Josef Hildenbrand

Santa-Claus-Erfinder: Manch einer glaubt ja, Coca-Cola hätte den Weihnachtsmann, wie wir ihn kennen, erfunden. Tatsächlich war es aber der deutsch-amerikanische Karikaturist Thomas Nast, der ab 1862 für die Zeitschrift "Harper’s Weekly" Bilder von einem pausbäckigen Weihnachtsmann zeichnete.© dpa | Yui Mok

Advent: Bezeichnet die Zeit, in der sich die Christen auf Weihnachten vorbereiten. Es ist eine Zeit der Besinnung. Wesentlicher Teil ist der Adventskranz, dessen vier Kerzen jeweils an den Sonntagen vor dem Fest angezündet werden.© dpa | Peter Gercke

Adventskalender: Seit Beginn des 20. Jahrhunderts zählen Kinder in Deutschland die Tage bis Weihnachten mithilfe von Adventskalendern. Hinter oder in den 24 Türen, Täschchen oder Säckchen finden sich vor allem kleine Leckereien. © dpa | Patrick Pleul

Weihnachtsmärkte: Weltweit bekannt ist diese deutsche Tradition. Im Advent werden auf Weihnachtsmärkten quer durch die Republik Kunsthandwerk, Deko und Lebensmittel angeboten. In vielen Ländern gibt es Märkte nach deutschem Vorbild.© dpa | Daniel Bockwoldt

Glühwein: Kein Weihnachtsmarkt ohne dieses Heißgetränk. Er besteht aus Rot- oder Weißwein, der mit Gewürzen wie Zimt, Sternanis, Nelken und Zitronenschale erhitzt und gesüßt wird. Erstmals abgefüllt zu kaufen gab es Glühwein 1956.© Getty Images/iStockphoto | fermate

Weihnachtsplätzchen: Ein schöner Zeitvertreib nicht nur mit Kindern ist im Advent das Plätzchenbacken. Besonders beliebt bei den Deutschen sind Ausstechkekse, gefolgt von Vanillekipferl und Mürbeteig-Plätzchen mit Marmeladen-Füllung.© Getty Images/iStockphoto | evgenyatamanenko

Christstollen: Eher was für Profis ist dieses Hefegebäck, dass traditionell mit Rosinen, Zitronat und Orangeat gefüllt wird. Es gibt den Christstollen jedoch auch mit Marzipan, Mandeln, Nuss oder Mohn.© Getty Images/iStockphoto | MKucova

Weiße Weihnachten: Wird stets gewünscht, tritt jedoch nur selten ein. Von weißer Weihnacht spricht man, wenn in der Zeit von Heiligabend bis zum 2. Weihnachtstag entweder Schnee fällt oder Schnee liegt. Das Gefühl, früher habe es an Weihnachten häufiger Schnee gegeben, ist übrigens falsch. Je nach Region ist der Trend sogar genau umgekehrt.© Getty Images | svetikd

Weihnachtslotterie: Das spanische Glücksspiel "El Gordo" (Der Dicke) ist die älteste und größte Lotterie der Welt. 2016 wurden mehr als 2,3 Milliarden Euro ausgespielt. "El Gordo" findet jedes Jahr am Vormittag des 22. Dezember statt. © dpa | Carola Frentzen


