Die Geschichte der Corona-Helden ist schnell erzählt. Sie hat genau zwei Kapitel. Erstes Kapitel: der Applaus. Wochenlang überschütteten die Deutschen die Helden an der vordersten Front mit Dank, Beifall, Hochachtung.

Pflegekräfte und Sanitäter, Kassiererinnen und Erzieher rieben sich die Augen: Sollte das Land doch endlich begriffen haben, wie wichtig diese schlecht bezahlten, aber unverzichtbaren Jobs sind?

Dann kam das zweite Kapitel: der Corona-Bonus. Vollkommen zu Recht beschwerten sich die neuen, alten Helden aus den systemrelevanten Berufen, dass ihnen mit Applaus nicht geholfen sei, die Löhne müssten besser, die Arbeitsbedingungen erträglicher werden. Lesen Sie auch:
Corona: Studie belegt Herzschäden bei Großteil von Genesenen

Es folgte: Zustimmung von allen Seiten, Solidaritätsbekundungen bei allen Parteien, guter Wille überall. Am Ende gab es einen 1000-Euro-Bonus für die Pflegekräfte und viele Appelle an die Arbeitgeber, für mehr Anerkennung zu sorgen. Das war’s dann aber auch. Ein Happy End sieht anders aus.