US-Präsident Donald Trump will sich gemeinsam mit First Lady Melania an diesem Dienstag ein Bild von der Hochwassersituation in Texas machen. Der Präsident hatte zuvor erklärt, er wolle mit seinem Besuch nicht die Rettungsarbeiten stören. Deshalb wird Trump nicht in den am schlimmsten betroffenen Regionen erwartet.

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, sagte Trump vor seiner Reise nach Texas. Er gehe davon aus, dass die Bekämpfung der Fluten teuer werde. Er sei in dieser Frage in Kontakt mit dem Kongress. „Wir müssen sehen, was wir für die Menschen in Texas tun können“, sagte Trump. Dies gelte auch für die Bewohner von Louisiana, wo Trump ebenfalls den Ausnahmezustand ausgerufen hat.

Erste große nationale Krise für Trump

Für Donald Trump ist der schwere Tropensturm „Harvey“ die erste große nationale Krise. Der US-Präsident ließ in den vergangenen Tagen keine Gelegenheit aus, sich als entschlossener Macher zu präsentieren.

Tropensturm „Harvey“ wütet weiter

Die Luftaufnahme zeigt die Überschwemmung und Zerstörung in Rockport, Key Allegro (Texas, USA) am 27.08.2017. Tropensturm „Harvey“ hat im US-Staat Texas schwere Verwüstungen angerichtet und Überschwemmungen verursacht. Foto: William Luther/SanAntonio Express-News via ZUMA/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Die Luftaufnahme zeigt die Überschwemmung und Zerstörung in Rockport, Key Allegro (Texas, USA) am 27.08.2017. Tropensturm „Harvey“ hat im US-Staat Texas schwere Verwüstungen angerichtet und Überschwemmungen verursacht. Foto: William Luther/SanAntonio Express-News via ZUMA/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++© dpa | William Luther
Tropensturm „Harvey“ wütet weiter im Süden der USA und eine Entspannung ist nicht in Sicht.
Tropensturm „Harvey“ wütet weiter im Süden der USA und eine Entspannung ist nicht in Sicht. © dpa | William Luther
Tausende Menschen wurden evakuiert, denn schnelle Besserung ist nicht in Sicht. Der Nationale Wetterdienst warnte weiter vor sintflutartigen Regenfällen und Überschwemmungen.
Tausende Menschen wurden evakuiert, denn schnelle Besserung ist nicht in Sicht. Der Nationale Wetterdienst warnte weiter vor sintflutartigen Regenfällen und Überschwemmungen. © REUTERS | JONATHAN BACHMAN
Viele Häuser liegen in Trümmern – die Kosten der Katastrophe werden hoch sein, sagt Präsident Donald Trump.
Viele Häuser liegen in Trümmern – die Kosten der Katastrophe werden hoch sein, sagt Präsident Donald Trump. © dpa | Gabe Hernandez
Verschmutztes Trinkwasser wurde mehr und mehr zum Problem für die Menschen in den betroffenen Gebieten. Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, Trinkwasser abzukochen.
Verschmutztes Trinkwasser wurde mehr und mehr zum Problem für die Menschen in den betroffenen Gebieten. Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, Trinkwasser abzukochen. © dpa | David J. Phillip
Nach Angaben von Meteorologen ist „Harvey“ der zweitstärkste Wirbelsturm seit „Katrina“ vor zwölf Jahren die Gegend um New Orleans schwer in Mitleidenschaft zog.
Nach Angaben von Meteorologen ist „Harvey“ der zweitstärkste Wirbelsturm seit „Katrina“ vor zwölf Jahren die Gegend um New Orleans schwer in Mitleidenschaft zog.© dpa | Charlie Riedel
Die Rettungsmannschaften konzentrierten sich darauf, in Gefahr geratene Menschen in Sicherheit zu bringen. Die Teams waren mit Booten und Hubschraubern unterwegs.
Die Rettungsmannschaften konzentrierten sich darauf, in Gefahr geratene Menschen in Sicherheit zu bringen. Die Teams waren mit Booten und Hubschraubern unterwegs.© dpa | David J. Phillip
Präsident Trump sprach den Menschen Mut zu: „Wir werden das überstehen. Wir werden gestärkt daraus hervorgehen und glaubt mir, wir werden größer, besser, stärker sein als jemals zuvor.“
Präsident Trump sprach den Menschen Mut zu: „Wir werden das überstehen. Wir werden gestärkt daraus hervorgehen und glaubt mir, wir werden größer, besser, stärker sein als jemals zuvor.“© dpa | Yi-Chin Lee
Die Küstenwache sprach von mehr als 3000 Menschen, die allein am Montag aus den überschwemmten Gebieten gerettet worden seien.
Die Küstenwache sprach von mehr als 3000 Menschen, die allein am Montag aus den überschwemmten Gebieten gerettet worden seien.© REUTERS | JONATHAN BACHMAN
54 Bezirke wurden zu Notstandsgebieten erklärt. Besonders betroffen ist die Millionenmetropole Houston, in deren Großraum 6,5 Millionen Menschen leben.
54 Bezirke wurden zu Notstandsgebieten erklärt. Besonders betroffen ist die Millionenmetropole Houston, in deren Großraum 6,5 Millionen Menschen leben. © REUTERS | JONATHAN BACHMAN
Nach Einschätzung der Behörden könnte der Sturm in dem Bundesstaat bis zu 30.000 Menschen vorübergehend obdachlos machen.
Nach Einschätzung der Behörden könnte der Sturm in dem Bundesstaat bis zu 30.000 Menschen vorübergehend obdachlos machen. © REUTERS | RICK WILKING
Wie viele Menschen bisher durch den Sturm ums Leben gekommen sind, ist unklar. Offiziell bestätigt sind drei Tote.
Wie viele Menschen bisher durch den Sturm ums Leben gekommen sind, ist unklar. Offiziell bestätigt sind drei Tote.© dpa | Ralph Barrera
Zahlreiche Menschen werden noch vermisst.
Zahlreiche Menschen werden noch vermisst.© dpa | Jay Janner
Trump wird am Dienstag in der texanischen Stadt Corpus Christi erwartet, wo er sich über die Rettungsmaßnahmen informieren wird. Später will er weiter nach Austin reisen.
Trump wird am Dienstag in der texanischen Stadt Corpus Christi erwartet, wo er sich über die Rettungsmaßnahmen informieren wird. Später will er weiter nach Austin reisen.© dpa | Gabe Hernandez
Viele Straßen und Autobahnen sind unpassierbar, der Unterricht in den Schulen wurde abgesagt.
Viele Straßen und Autobahnen sind unpassierbar, der Unterricht in den Schulen wurde abgesagt.© dpa | Charlie Riedel

Nachdem am Wochenende bereits zwei Todesopfer gemeldet worden waren, wuchs am Montag die Befürchtung, dass erheblich mehr Menschen durch die Fluten ums Leben gekommen sein könnten. Sechs Insassen eines Kleinbusses waren Medienberichten zufolge im Hochwasser abgetrieben worden. Die Behörden rechnen mit weiteren Todesopfern.

Sturm bringt weiterhin viel Regen

Der Tropensturm „Harvey“ bewegte sich nur langsam vorwärts. Er könnte nach Einschätzung von Meteorologen beim National Hurrican Center am Dienstag leicht ostwärts wandern und auch Teile Louisianas erreichen. In jedem Fall werde er voraussichtlich bis einschließlich Freitag weiterhin große Regenmengen bringen.

In Houston war am Sonntag bereits der heftigste Regen gemessen worden, der je an einem einzelnen Tag in der Stadt gefallen ist.

Im Zentrum der viertgrößten Stadt der Vereinigten Staaten kam es am Montag nach Berichten von Augenzeugen zu einer Explosion in einem Bürokomplex. Die Behörden konnten zunächst nicht bestätigen, ob der Vorfall in Zusammenhang mit den Überflutungen stand. (dpa/rtr)