Das Bundesinstitut für Kinderernährung (ja, sowas gibt es) rät Eltern, die Fastenzeit zu nutzen, um dem Nachwuchs Gesundheit schmackhaft zu machen. Jenes Max-Rubner-Institut (MRI) berät unsere Bundesernährungsministerin seit Kurzem, schrieb meine Kollegin Julia Emmrich am Sonntag. Ministerin Julia Klöckner hatte das Institut jüngst erst eröffnet.
Von diesem sind jetzt für mich als Mutter wertvolle Tipps zu lesen. Zum Beispiel dieser hier: „Schwangere und stillende Frauen sollten versuchen, bei ihrer Ernährung auf mehr Vielfalt zu achten.“ Oder der da: „Junge Eltern sollten versuchen, auf die beliebten Quetschis zu verzichten. Füttern Sie Ihr Kind so oft es geht mit dem Löffel.“ Und bevor die Augen müde werden: „Eltern sollten ihr Kleinkind öfter mal teilhaben lassen, wenn Sie das Essen für die Familie zubereiten.“
So. Wo fange ich denn jetzt an, und wo höre ich auf? Vielleicht beginne ich mal mit einer profanen Frage: Mit einem Kleinkind kochen. Ah, ja. Vertrauen Sie mir, liebe Institutsverantwortliche, ich hatte durchaus Ambitionen, meinen damals zweijährigen Sohn – weit genug weg von den Herdplatten – auf ein Höckerchen zu stellen und mit einem Kindermesser Möhren und Schnittlauch schnippeln zu lassen.


