Die Ärztin sei geschockt gewesen, als sie das erste Mal Leons Körper und den Stumpf an einem seiner Arme sah, sagt seine Mutter. Ihr Sohn Leon gehört zu den Kindern, über die derzeit viel berichtet wird. Ihm fehlt eine Hand, die linke ist dagegen richtig ausgebildet. Die rechte fehlt. Leon ist kein Einzelfall. In den vergangenen Monaten beobachten Ärzte eine Häufung der Fälle.

Die Berichte über Kinder, die ohne richtig ausgebildete Hände auf die Welt kommen, sorgen für Entsetzen. Vor allem werdende Eltern sind besorgt und fragen sich, ob auch ihr Kind betroffen sein könnte. Dabei ist aus anderen Kliniken nichts Auffälliges zu hören.

Zwar gebe es auch in anderen Geburtskliniken immer wieder Fehlbildungen. Doch in keiner anderen traten sie so häufig auf wie in der besagten Gelsenkirchener Klinik. Innerhalb von zwölf Wochen waren drei Kinder ohne Hand auf die Welt gekommen. Hinzu kommen Berichte aus Thüringen oder Frankreich.


Zum Vergleich: Statistisch würden etwa 1 bis 2 Prozent aller Neugeborenen mit einer Fehlbildung unterschiedlicher Ausprägung geboren, wie die Gelsenkirchener Mediziner erläuterten. Was passiert, wenn das eigene Kind an einer solchen Fehlbildung leidet, hat die Mutter von Leon mitgemacht.