- Die Adventszeit ist die vierwöchige Vorbereitungszeit auf das Weihnachtsfest
- Doch woher kommt diese Tradition? Und warum gibt es vier Adventssonntage?
- Advent 2025: Die wichtigsten Infos auf einen Blick
Der 1. Advent läutet die Weihnachtszeit ein. Weihnachten ist ab dem Beginn der Adventszeit nicht mehr fern. Dann wird ein Adventskranz gebastelt, Kerzen angezündet, Plätzchen gebacken – doch geraten wohl die allermeisten Menschen ins Stocken, wenn sie gefragt werden, was Advent eigentlich konkret bedeutet. Im Folgenden erklären wir, was dahintersteckt.
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Adventszeit 2025: Die Bedeutung für Christen und Protestanten in Deutschland
Das Wort Advent ist abgeleitet vom lateinischen „adventus“. Es steht abgekürzt für „adventus Domini“, was „Ankunft des Herrn“ heißt. Diese Ankunft bezieht sich auf zweierlei Dinge: An Weihnachten feiern Christen die Geburt Jesu Christi – das erste Kommen des Gottessohnes. In der Adventszeit mit ihrer besinnlichen Stimmung bereiten sich sowohl Katholiken als auch Protestanten auf diese besonderen Feiertage vor.
Gleichzeitig sollen Christen in der Adventszeit daran erinnert werden, dass Jesus Christus am Ende der Zeiten ein zweites Mal auf die Erde kommen wird, wie das letzte Buch des Neuen Testamentes, die Offenbarung des Johannes, erklärt. In der Grundordnung des Kirchenjahres, der amtlichen Jahresbeschreibung der römisch-katholischen Kirche, wird die Adventszeit als „eine Zeit hingebender und freudiger Erwartung“ bezeichnet.
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Adventszeit mit vier Sonntagen: Das ist die Geschichte dahinter
Die Adventszeit als Vorbereitung auf das Weihnachtsfest entstand im vierten Jahrhundert. Zunächst war sie Fastenzeit, die sich eines schriftlichen Zeugnisses von Bischof Perpetuus von Tours aus dem 5. Jahrhundert nach über acht Wochen vom Martinstag am 11. November bis zum Epiphaniasfest am 6. Januar erstreckte. Im Laufe der Jahrhunderte variierte die Länge der Adventszeit immer wieder.

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Dass es heute vier Adventssonntage gibt, geht auf Gregor den Großen zurück, der von 590 bis 604 das Amt des Papsts innehatte. Er legte fest, dass sich die Adventszeit über vier Sonntage vor Weihnachten erstrecken sollte. Noch heute gibt es in einigen christlichen Kirchen eine Weihnachtsfastenzeit, die auch Philippus-Fastenzeit genannt wird.
Adventszeit 2025: Wann sind der 1., 2., 3. und 4. Advent?
Der 1. Advent kann sowohl auf den November als auch auf den Dezember fallen. Im Jahr 2025 fällt der 1. Adventssonntag auf den 30. November. Mit dem 1. Advent beginnt das Kirchenjahr. In den Wochen darauf werden dann an den jeweiligen Sonntagen der 2., 3. und 4. Advent gefeiert.
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Im Jahr 2025 fallen die Adventssonntage auf folgende Daten:
| Advent 2025 | Datum |
| 1. Advent | 30. November |
| 2. Advent | 7. Dezember |
| 3. Advent | 14. Dezember |
| 4. Advent | 21. Dezember |
In unregelmäßigen Abständen kann es auch vorkommen, dass der 4. Advent mit Heiligabend zusammenfällt. Nach den Jahren 2006, 2017 und 2023 ist das 2028 wieder der Fall.
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Adventskranz an Weihnachten: Woher die Tradition in der Vorweihnachtszeit kommt
Zu den Highlights der Adventszeit zählt der Adventskranz, meist ein geschmücktes Gesteck aus Tannenzweigen. Er hat vier Kerzen, die jeweils am 1.,2.,3. und 4. Advent angezündet werden dürfen. Manchmal sind die Kerzen unterschiedlich groß – schließlich muss die am 1. Advent angezündete Kerze am häufigsten brennen, während die vierte Kerze erst am 4. Advent zum Einsatz kommt.
Den ersten Adventskranz gab es im 19. Jahrhundert in Hamburg: Der evangelische Theologe Johann Hinrich Wichern veranlasste 1839 die Aufhängung eines Kranzes mit 23 Kerzen im Hamburger „Rauhen Haus“, einer Einrichtung für verarmte Kinder. Vier der Kerzen standen für die Adventssonntage, während die kleineren 19 Kerzen die Werktage bis Weihnachten symbolisierten. So wussten die Kinder nach einem Blick auf den Kranz sofort, wie lange sie noch auf das Weihnachtsfest warten mussten. Die Kranztradition setzte sich bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch in Privathaushalten durch.
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Adventskalender in der Weihnachtszeit: Erste Formen gehen ins 19. Jahrhundert zurück
Auch der bei Klein und Groß gleichermaßen beliebte Adventskalender blickt auf eine lange Tradition zurück. Ursprünglich diente er als Zählhilfe. Erste Formen gehen auch hier auf das 19. Jahrhundert zurück: So malte man beispielsweise mit Kreide 24 Striche an die Wand, von denen bis Weihnachten täglich einer entfernt werden durfte.
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Die Kalender haben meist 24. Türen, hinter denen sich Bilder Süßigkeiten oder mehr verbergen. Die erste Tür wird jedoch nicht am 1. Advent geöffnet, sondern am 1. Dezember. Inzwischen bestehen Adventskalender häufig auch aus 24 Säckchen, in denen sich kleine Überraschungen befinden. In Deutschland ist der Brauch mit dem Adventskalender weit verbreitet - in anderen Ländern gibt es wiederum andere Traditionen. Die 13 kuriosesten Bräuche zu den Weihnachtsfeiertagen aus aller Welt haben wir hier für Sie aufgelistet.
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Lieder zur Adventszeit: Das sind die Klassiker an Weihnachten
Viele Lieder werden in der Adventszeit gesungen. Zu den Klassikern zählt „Leise rieselt der Schnee“, das mit der wiederkehrenden Zeile „Freue dich, Christkind kommt bald“ die freudige Erwartung auf das Weihnachtsfest ausdrückt. Auch „Tochter Zion“, „Macht hoch die Tür“ oder „Wir sagen euch an den lieben Advent“ zählen zu den typischen Liedern für die Vorweihnachtszeit.
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Ein beliebter und allseits bekannter Reim ist „Advent, Advent, ein Lichtlein brennt“, der in verschiedenen Melodieformen gesungen wird: „Advent, Advent, ein Lichtlein brennt, erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht das Christkind vor der Tür“.
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