Für die Überraschung des Tages sorgte Daniela Schadt, die Partnerin des Bundespräsidenten. Sie begrüßte die Queen im Schloss Bellevue in einem roten glänzenden Mantel. Ihr Kleid war aus dem gleichen Stoff, beides endete auf Knielänge. Die Ärmel krempelte sie sportlich auf, der kleine Kragen des Mantels wurde aufgestellt. Sportlich elegant das Ganze.

Doch nun zur Überraschung: Schadt trug Hut. Einen kleinen Grauen mit flott gebogener Krempe, dazu eine Feder angesteckt im selben Rot wie ihr Mantel. Clutch und Schuhe ebenfalls im gleichen Grauton.

Eigentlich hat sie alles richtig gemacht. Doch ein leichtes Orange, Flieder oder Gelb wäre etwas zurückhaltender gewesen. So wirkte ihr Look leicht texanisch aufdringlich.

Die Queen überzeugte ganz in Weiß. Die Farbe der Versöhnung und des Friedens. Bestickt mit silbernen und goldenen Knöpfen und einer floralen Brosche aus Perlen und Gold wirkte sie überaus elegant, royal eben. Ihr Hut passend dazu mit einer Schleife an der Krempe. Nur ihr Lippenstift fiel auf, schönes Rot.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hielt es eher schlicht, auch wenn sie mit ihrem guten, alten Bekannten, ihrem pinkfarbenem Blazer trotzdem auffiel, vor allem wegen des Kontrasts zu Daniela Schadts Mantel, die beiden Kleidungsstücke „bissen“ sich ein wenig. Ansonsten hat die Kanzlerin nichts gewagt zum Queenbesuch.

Fazit: Die Queen ist die unangefochtene Stilkönigin beim Treffen der drei mächtigen Frauen. Daniela Schadt belegt Platz zwei, weil sie zwar ein bisschen wie eine texanische Ölimperiumsgattin aussieht, aber sich offensichtlich bemüht hat. Auf Platz drei landet die Bundeskanzlerin. Aber modisch muss die mächtigste Frau Europas auch nicht überzeugen.