Bundespräsident

Linken bleibt nur Klarsfeld als Anti-Gauck-Kandidatin

Da war es nur noch eine: Noch bevor die Linke ihren Kandidaten bekanntgeben kann, zieht sich erst Christoph Butterwegge, dann Luc Jochimsen zurück.

Foto: pa/dpa / pa/dpa/Karlheinz Schindler (2), Tim Brakemeier

Die Bundestagsabgeordnete der Linken, Luc Jochimsen, verzichtet auf eine Kandidatur für die Wahl des Bundespräsidenten am 18. März. Dies sagte die Politikerin vor einer Sitzung des Bundesvorstands in Berlin. Als mögliche Kandidatin der Linken verbleibt derzeit nur noch die Nazi-Jägerin Beate Klarsfeld. Über ihre Nominierung wollte die Parteispitze am Vormittag beraten.

Zuvor hatte sich der Kölner Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge überraschend zurückgezogen. Der 61-jährige Butterwegge sagte: „Ich stehe nicht zur Verfügung, weil ich morgen Vormittag nicht in eine Kampfabstimmung gegen zwei so honorige Persönlichkeiten reingehen will.“

Als man ihm am vergangenen Donnerstag gefragt habe, ob er bereit sei zu einer Kandidatur, sei er nicht davon ausgegangen, dass es tatsächlich auf ein „Dreigestirn“ hinauslaufen werde, sagte der parteilose Armutsforscher. Er spielte damit auf das für Köln typische Karnevals-Trio an. „Karneval ist vorbei.“

Noch am Sonntag hatte Linken-Chef Klaus Ernst erklärt: „Wir haben drei sehr ehrenwerte Persönlichkeiten angesprochen, ob sie sich vorstellen können für uns zu kandidieren. Alle drei haben gesagt, sie könnten sich das vorstellen.“