Investmentbank beauftragt

Daimler buhlt erneut um Großaktionär aus China

Daimler-Finanz-Chef Uebber soll eine Investmentbank beauftragt haben, einen Investor für eine Beteiligung zu suchen – und schon steigt die Aktie.

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Der Autobauer Daimler ist einem Magazinbericht zufolge weiterhin auf der Suche nach einem Großaktionär aus China. Es gehe um eine Beteiligung in Höhe von fünf bis zehn Prozent, berichtete das "Manager Magazin“.

Auch die Chinesen hätten ein gesteigertes Interesse daran, ein größeres Aktienpaket an dem Stuttgarter Autobauer zu übernehmen. Als Favorit gelte der Staatsfonds China Investment Corporation (CIC). Um die Beteiligung zum Abschluss zu bringen, habe Daimler-Finanzchef Bodo Uebber kürzlich eine Investmentbank beauftragt, berichtete das Magazin unter Berufung auf Unternehmenskreise weiter.

Daimler wollte sich zu dem Bericht nicht äußern, hat aber in der Vergangenheit Gespräche mit chinesischen Investoren wie CIC nicht bestritten. Seit Jahren machen Berichte über Gespräche von Daimler mit chinesischen Investoren die Runde, da das Reich der Mitte als Absatzmarkt für Daimlers Pkw und Lkw immer wichtiger wird.

Zusammen mit dem staatlich kontrollierten Autobauer BAIC produziert Daimler in Peking Pkw, gemeinsam mit der BAIC-Tochter Foton entwickeln und bauen die Stuttgarter Lkw in China. Jeden siebten Pkw verkauft Daimler derzeit an einen Kunden in China . Die größten Aktionäre des Stuttgarter Konzerns sind der staatlich kontrollierte Investmentfonds Aabar aus dem arabischen Emirat Abu Dhabi mit neun Prozent sowie das Emirat Kuwait mit 6,9 Prozent.

Der Bericht hat der Daimler-Aktie Auftrieb gegeben. Die Aktien des Autobauers setzten sich mit einem Plus von 2,6 Prozent auf 32,16 Euro am Mittag an die Dax -Spitze. "Die Aktie profitiert von der Hoffnung, dass die Suche auch erfolgreich ist“, sagte ein Händler. Im Fahrwasser des Daimler-Kursanstiegs legten die Titel des Erzrivalen BMW um 2,3 Prozent auf 51,22 Euro zu.