Berliner U-Bahn-Gewalt

Innensenator fordert Alkoholverbot auf Bahnhöfen

Innensenator Ehrhart Körting will Schlägereien und die Verwahrlosung des öffentlichen Raums eindämmen. Darum soll der Alkoholkonsum auf Bahnhöfen der Hauptstadt verboten werden.

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Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) hat sich für ein striktes Alkoholverbot auf allen Berliner Bahnhöfen ausgesprochen. Der Konsum von Alkohol habe in öffentlichen Verkehrsmitteln nichts zu suchen, sagte Körting der „Bild“-Zeitung Deshalb habe er seine Mitarbeiter gebeten, mit der BVG über eine entsprechende Änderung der Hausordnung zu sprechen.

"Alkohol enthemmt, führt zu Streitereien und Schlägereien. Zum anderen verwahrlost der öffentliche Raum. Bierflaschen liegen herum, werden zerdeppert, sind eine Verletzungsgefahr", begründete der Senator seinen Vorstoß.

Bisher ist der Verzehr von Getränken und Essen nur in Zügen und Bussen verboten. Körting verwies darauf, dass künftig 200 BVG-Mitarbeiter zusätzlich eingesetzt würden, um das Hausrecht und die Beförderungsbedingungen stärker durchzusetzen.

In den vergangenen Monaten ist es auf den Bahnhöfen und in öffentlichen Verkehrsmitteln der Hauptstadt mehrfach zu Gewaltexzessen gekommen .

In diesem Zusammenhang wurde auch über die Einführung eines sogenannten Warnschussarrests für Jugendliche diskutiert. Er würde eine auf Bewährung verhängte Jugendstrafe mit einem Arrest kombinieren.