Tokyo Motor Show

Toyota entdeckt die Liebe zum Sportwagen

| Lesedauer: 2 Minuten

Sportlich und umweltfreundlich zugleich – so präsentiert sich Toyota auf der wichtigsten asiatischen Automesse. Für den flotten Auftritt sorgt die Studie eines schnittigen Sportwagens. Der Entwurf eines kleinen E-Mobils mit Schiebetüren stößt allerdings an Geschmacksgrenzen.

Die emotionale Lücke im aktuellen Modellprogramm von Toyota könnte künftig ein kompakter Sportwagen füllen. Der Toyota FT-86 Concept kommt als klassisches Coupé mit langer Motorhaube und flacher Passagierkabine daher.

Die Scheinwerfer haben einen bösen Blick, und auch der große Kühlergrill-Schlund wirkt aggressiv. Wer diesen Wagen eines Tages auf der Autobahn im Rückspiegel sehen sollte, macht vermutlich freiwillig Platz. Den Antrieb übernimmt ein 2,0-Liter-Boxermotor von Subaru, der auf rund 200 PS Leistung kommen dürfte.

Der FT-86 duckt sich 1,26 Meter tief auf die Straße. Bei einer Länge von nur 4,16 Metern sollen sein Radstand von 2,57 Meter und der tiefe Schwerpunkt für ein Go-Cart-ähnliches Handling sorgen. Die Serienversion des viersitzigen Sportwagens, der unter anderem gegen Audi TT und Nissan 370Z antritt, könnte Ende 2011 auf den Markt kommen. Eine äußerlich modifizierte Version mit demLogo der Toyota-Tochter Subaru ist ebenfalls denkbar.

Eine völlig andere Studie wird ebenfalls auf dem Toyota-Messestand in Tokio (ab 24. Oktober) zu sehen sein. Das Konzeptauto FT-EV II ist eine Weiterentwicklung des auf der Automesse in Detroit gezeigten Stadtflitzers FT-EV und basiert wie dieser auf dem Stadtflitzer Toyota iQ. Mit 2,73 Metern ist er jedoch noch einmal 26 Zentimeter kürzer, soll aber weiterhin Platz für vier Insassen bieten.

Einen bequemen Ein- und Ausstieg auch in engen Parklücken sollen zwei seitliche Schiebetüren ermöglichen. Ein Joystick übernimmt die Steuerung von Lenkung, Gas und Bremse. Ein herkömmliches Lenkrad sucht man in diesem Auto vergeblich. Die Höchstgeschwindigkeit gibt der Hersteller mit 100 km/h an, die Reichweite pro Batteriefüllung mit 90 Kilometern.

Etwas näher an der Serienreife ist da schon der Prius Plug-in Hybrid Concept , der bereits auf der IAA in Frankfurt vorgestellt worden ist. Der Wagen wird voraussichtlich 2011 in Serie gehen. Durch die Möglichkeit, die Lithium-Ionen-Batterie an der Steckdose aufzuladen, erweitert sich die rein elektrische Reichweite auf 20 Kilometer. Die CO 2 -Emissionen sinken so im Schnitt unter 60 Gramm je Kilometer.

Anders als ein reines Elektrofahrzeug ist der Plug-in Hybrid nicht auf eine gesonderte Elektro-Infrastruktur angewiesen, sondern kann genau wie der heute bereits angebotene Toyota Prius auch bei erschöpfter Batterie seine Fahrt mit der Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor fortsetzen. Ein Ladevorgang der Batterie dauert bei 230 Volt Netzspannung rund 100 Minuten. Bei 100 Volt verlängert sich der Vorgang auf 180 Minuten.

( dj/mid )