Seit einer Insolvenz im Jahr 1998, die für das Unternehmen in einer koreanischen Allianz mit Hyundai glimpflich ausging, wächst der weltweite Marktanteil von Kia stetig. In 2008 wurden rund 1,4 Millionen Autos verkauft. In Deutschland ist Kia seit 1993 vertreten und hat sich eine Nische gesucht, die man mit preiswert, unauffällig und solide beschreiben könnte.

Immerhin neun Modelle, vom Kleinstwagen bis zur Oberklasselimousine sind hierzulande am Start. Der Marktanteil wuchs in den letzten Jahren auf derzeit 1,5 Prozent, wobei in diesem Jahr im Zuge der Abwrackprämie vor allem der kleine Picanto zu Buche schlägt. Zur IAA präsentiert Kia nun die zweite Generation des Sorento, ein Facelift des Ceed und die mehr oder weniger ausgereifte Studie einer neuen Limousine.

Mit neuer Optik und erstmals in Europa wird der kompakte Geländewagen Sorento zu sehen sein. Der Allrader ist in der zweiten Generation auf 4,69 Meter gewachsen und bietet Platz für bis zu sieben Personen. Der Fünftürer wirkt nun niedriger und gestreckter, was vor allem an der weiter nach hinten gewanderten C-Säule liegt.

Die Front zieren ein geschwungener Kühlergrill und weit in die Kotflügel gezogene Scheinwerfer. Statt des beim Vorgänger eingesetzten Leiterrahmens erhält der Sorento erstmals eine selbsttragende Karosserie, was den Fahreigenschaften außerhalb des Geländes zu gute kommen dürfte. Außerdem ist das Auto nun 215 Kilogramm Gewicht leichter geworden.

Neu im Motorenangebot ist ein 2,2-Liter-Dieselmotor mit 197 PS, der wahlweise mit einem manuellen oder automatischen Sechsganggetriebe kombiniert werden kann. Preise sind noch nicht bekannt, das derzeit aktuelle Modell startet bei 30.940 Euro.

Leicht geliftet wurden die drei Varianten des Kompaktwagens Ceed. Der Fünftürer und der Kombi „Sporty Wagon“ erhielten eine neue Frontpartie und einen neuen Kühlergrill. Verbrauch und Schadstoffemission des Ceed konnten um durchschnitlich fünf Prozent gesankt werden. Lenkrad, Schalthebel und Zentralkonsole wurden neu gestaltet und zur Serienausstattung gehören jetzt eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik und ein neues Audiosystem.

Optional kommt der Ceed mit 1,4- und 1,6-Liter-Benziner sowie dem 1,6-Liter-Diesel nun mit Start-Stopp-System ISG und einer mit dem ESP vernetzten Berganfahrhilfe. Alle Ceed-Versionen sind mit einer 7-Jahres-Garantie ausgestattet.

Als Konzept steht die neue Premium-Limousine mit dem Codenamen „VG“ auf der Frankfurter Messe. Im Außendesign hält sich das sportlich-luxuriöse Modell eng an die Studie „KND-5 Vision VG“, die Kia im April 2009 auf der Seoul Motor Show präsentierte. Der Marktstart des „VG“ wird Ende des Jahres in Korea sein. Eine Einführung in Europa ist zurzeit nicht vorgesehen.

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