„Das ist bei Opel schon eine gute Tradition“, sagt Projektkoordinator Dieter Metz beim Blick auf die mittlerweile 25 Jahre Corsa-Geschichte. „In jeder Generation gab es einen GSi“. Die aktuelle Ausgabe kann man sich ab 19.950 Euro vor die Tür stellen – das sind rund 3000 Euro weniger als Opel für den OPC aufruft.

Dafür übernimmt der neue GSi von seinem großen Bruder nicht nur das strammer abgestimmte Fahrwerk und die bissige Bremsanlage, sondern vor allem den Motor. Denn auch unter seiner Haube steckt der aufgeladene Vierzylinder mit 1,6 Litern.

150 PS reichen völlig

Während der beim OPC-Modell allerdings genug Druck für 192 PS macht, hält sich der GSi ein wenig zurück. Ihm reichen auch 150 PS für ausgesprochen attraktive Fahrleistungen. Wann immer man aufs Gaspedal tritt, quittiert der Corsa das mit einem dezenten Stoß ins Kreuz und einem vehementen Satz nach vorn. 8,1 Sekunden von 0 auf 100 und eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h sind in dieser Klasse allemal respektable Werte.

Zum stärkeren Motor gibt es wie immer bei solchen Fahrzeugen ein entsprechend überarbeitetes Fahrwerk. Mit zwei Zentimetern weniger Bodenfreiheit steht der Corsa nun noch satter auf der Straße und vermittelt dem Fahrer eine bessere Kontrolle, die Lenkung ist direkter übersetzt, die Federn und Dämpfer suchen einen neuen Kompromiss zwischen Komfort und Härte und die Bremsen packen deutlich fester zu. Anders als der OPC bliebt der GSi dabei aber immer zahm und alltagstauglich.

Dazu passt auch das neue Designkonzept des GSi, dem leicht vergrößerte Schürzen an Front und Heck, ein paar dezente Seitenschweller und die schmucken 17-Zöller als Unterscheidungsmerkmal reichen. Nun gut, es gibt da natürlich noch den kleinen Heckflügel, ohne den es dann wohl doch nicht geht.


Innen dagegen trägt auch der GSi die aktuelle Sportmode. Die Sitze sind stärker aufgepolstert und tragen Seitenwangen im selben Feuerrot, in dem auch die Gurte und ein Teil des Lenkrades eingefärbt sind. Die Augen ruhen auf Instrumenten mit schmucken Chromringen und die Füße fliegen über Pedale im Alu-Look.


Natürlich weiß auch Projektleiter Metz, dass so ein Auto nicht unbedingt in die Zeit passt. „Aber Emissionen genießen bei dieser Art von Fahrzeugen nicht die oberste Priorität. Hier geht es vor allem um Fahrspaß“. Ganz so schlecht muss sein Gewissen gar nicht sein. „Denn mit 7,9 Litern oder 189 Gramm CO pro Kilometer ist uns ein ganz ordentlicher Kompromiss gelungen", wirbt er um Verständnis. Viel Schaden anrichten kann der GSi am Weltklima ohnehin kaum. Opel rechnet mit etwa 5000 verkauften GSi pro Jahr – bei den deutlich über 400.000 anderen Corsa pro Jahr gehen die beinahe unter.