Das Prinzip des „Fahrstil-Checks“, der jetzt für monatlich 1,79 Euro angeboten wird, ist eine Mischung aus Selbst- und Fremdkontrolle: Auf das Heck des eigenen Autos wird ein Aufkleber mit der Internetadresse angebracht, bei der jedermann den entsprechenden Fahrstil kommentieren kann. .

In Amerika und Großbritannien ist dieses nach Aussagen der Betreiber seit Jahrzehnten bewährte Praxis: Viele Lieferwagen, Post-Autos, Fahranfänger und Senioren hätten dort entsprechende Aufkleber auf dem Heck, die ein Feedback zum Fahrstil des jeweiligen Fahrzeuglenkers ermöglichen. Fühlen sich andere Verkehrsteilnehmer durch den Fahrer behindert, bedrängt, oder in Gefahr gebracht, liefern ihnen die Aufkleber und das Nummernschild eine direkte Adresse für ihre Beschwerden.

Die Selbstkontrolle dieses Systems besteht darin, dass jedem Fahrer mit solch einem Aufkleber auf dem Heck bewusst ist, vielleicht keinen Vogel gezeigt, dafür aber eine E-Mail zu bekommen.

Die mögliche Fremdkontrolle liegt hingegen nicht nur in der Beschwerde per Internet, sondern auch in der Möglichkeit, anderen die Aufkleber am Heck zu platzieren. Auf diese Weise können Eltern den Fahrstil ihres ambitionierten Jünglings ebenso kontrollieren wie Fuhrparkchefs die Fahrweise ihrer stets eiligen Außendienstler.

„Unser System motiviert Fahrer, vorsichtiger zu fahren“, erläutert Nikolaus Fischer, Produktmanager von Fahrstil-Check, die erzieherische Maßnahme.

„Gleichzeitig liefert es unseren Kunden einen handfesten Beleg, wenn das Verkehrsverhalten der registrierten Fahrer inakzeptabel und gefährlich ist.“Die Kommentare sind jedoch nur für das jeweilige, registrierte Mitglied sichtbar.

bel