Der Toyota Prius mit Hybridantrieb (Benzin- und Elektromotor) fuhr mit niedrigem Verbrauch, guten Lärm- und Schadstoffwerten knapp am Vorjahressieger Honda Civic Hybrid vorbei an die Spitze. Den dritten Platz teilen sich vier punktgleiche Fahrzeuge: Citroën C1 1.0 Advance, Daihatsu Cuore 1.0, Peugeot 107 Petit Filou 70 und Toyota AYGO 1.0. „Die aktuelle VCD Auto-Umweltliste zeigt, dass viele Fahrzeuge auf dem Markt sind, die einen akzeptablen Verbrauch haben und bei Lärm und Schadstoffen gut abschneiden. Autokäufer haben also die Wahl, wenn sie umweltschonend und sparsam unterwegs sein wollen“, sagt Hermann-Josef Vogt vom VCD-Bundesvorstand.
Bei den Kompaktwagen dominieren die deutschen Hersteller
Insgesamt erhalten 80 Autos eine positive Umweltempfehlung vom VCD. Neben den einzelnen Pkw hat der VCD dieses Jahr das Umweltmanagement der Autokonzerne unter die Lupe genommen. Im Hinblick auf Produktion, Produkteigenschaften und Kommunikation belegt Toyota dabei den ersten Platz vor Mercedes/smart und BMW/Mini. Dass sich der Wind angesichts von Klimawandel und steigenden Spritpreisen drehe, hätten inzwischen allerdings auch die deutschen Hersteller erkannt, so der VCD. „Während es gerade mal ein deutsches Fabrikat unter die Top Ten schafft, dominieren neun Pkw aus Deutschland klar die umweltbesten Kompaktautos", sagt Vogt.
In die Top Ten der Kompaktwagen schafften es neben dem japanischen Honda Civic Hybrid und dem koreanischen Hyundai i30 1.6 CRDi die deutschen Vertreter Audi A3 und VW Golf mit 1.4 TSI und 1.9 TDI Motor, der Ford Focus 1.6 TDCI und der Mercedes A 160 CDI. Bei den zehn besten Familienautos kommen fünf aus Deutschland und zwei zwei von der VW-Tochter Skoda aus Tschechien. Und die fünf besten Siebensitzer kommen mit Opel Zafira und VW Touran in unterschiedlichen Versionen komplett aus einheimischer Produktion.
In der Druckfassung der VCD Auto-Umweltliste 2008/2009 war ursprünglich der smart fortwo coupé cdi auf Platz drei der Top Ten gelandet, doch der VCD hat den Wagen nachträglich disqualifiziert. „Wir hatten das Fahrzeug in unser Umweltranking aufgenommen, weil uns die Daimler AG verbindlich zugesichert hatte, dass der Diesel-smart ab Oktober endlich serienmäßig mit einem geschlossenen Partikelfilter gegen krankmachenden Dieselruß ausgeliefert wird“, erklärt Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD.
Erst nach Drucklegung der VCD Auto-Umweltliste habe Daimler mitgeteilt, dass sich die Auslieferung wegen technischer Probleme mit dem Filter ins nächste Jahr verschiebe. Bisher verfüge der Diesel lediglich über einen offenen Filter und blase deshalb ein Vielfaches an besonders gesundheitsschädlichen Feinststaubpartikeln in die Atemluft, so der VCD. „Diese Mogelpackung entspricht nicht dem Stand der Technik und unterläuft den notwendigen Schutz der Gesundheit – insbesondere in Ballungsgebieten. Niemand sollte den Diesel-smart ohne vollwertigen Partikelfilter kaufen", sagt Lottsiepen.
Sparsame Autos immer beliebter
Modelle mit niedrigem CO2-Ausstoß erlangen nach VCD-Analyse zunehmend die Gunst der Käufer. Im ersten Halbjahr 2008 wurden laut VCD rund 30 Prozent mehr Kleinwagen verkauft als im Vorjahreszeitraum. Dazu tragen vor allem die hohen Spritpreise bei.
Wenn ein Neuwagen in den nächsten Jahren 30 bis 40 Gramm mehr CO2 ausstoße als notwendig, bedeute das bei heutigen Spritpreisen jährlich 300 bis 400 Euro Mehrkosten für Kraftstoff, so der VCD. Dabei gebe es außer bei den Siebensitzern schon heute in jeder Fahrzeugklasse Pkw, die weniger als 120 Gramm CO2 pro Kilometer emittierten.
lza




