Der japanische Autobauer Toyota hat anscheinend weitaus größere Sicherheitsprobleme mit seinen Autos als bislang bekannt. Am vergangenen Donnerstag wurden erneut zahlreiche Fahrzeuge in den USA zurück gerufen. Bei rund 2,3 Millionen Autos gibt es Schwierigkeiten mit Gaspedal.
Es habe Fälle gegeben, in den Pedale nicht oder nur langsam in die Ausgangsposition zurückkehrten. Bereits im vergangenen Jahr hatte Toyota in den USA mehr als 4,2 Millionen Autos zurückgerufen, da die Gefahr bestand, dass sich Fußmatten mit dem Gaspedal verhaken.
Der erneute Rückruf stünde aber nicht in Zusammenhang mit einem Rückruf aus dem vergangenen Jahr. Damals lagen den US-Behörden Berichte von 100 Fällen vor, in denen sich nicht ausreichend befestigte Fußmatten mit dem Gaspedal verhakten. 17 Mal sei es deswegen zu Unfällen gekommen, bei denen fünf Menschen getötet worden seien.
Die eigenen Untersuchungen in den vergangenen Monaten haben Toyota zufolge ergeben, dass Gaspedale verschiedener Modelle gedrückt blieben oder nur sehr schwer in den Leerlauf gingen. „Toyota wird Vorfälle von unerwünschter Beschleunigung weiter untersuchen und notwendige Schritte einleiten, um Fehler zu beheben“, heißt es in einer offiziellen Mitteilung.
Für den europäischen Markt droht wie schon im vergangenen Jahr allerdings keinerlei Gefahr. Die in Amerika betroffenen Toyota-Modelle umfassen Kompaktwagen, Pick-ups und Geländewagen der Reihen RAV4 und Highlander, Corolla und Matrix (Baujahr 2009 und 2010), Avalon (2005-2010) Camry und Tundra und Sequoia (2008-2010)
Im vergangenen November waren Limousinen der Modellreihen Camry, Avalon und Prius hybrid, die Pick-ups Tacoma and Tundra sowie IS250, IS350 und ES350 der Toyota-Tochter Lexus betroffen. Matrix, Avalon, Camry, Tundra und Sequoia sind auf dem europäischen Markt nicht verfügbar.
Toyota Markenchef in den USA, Bob Carter, hatte im vergangenen November gesagt, es gebe „keinen Anhaltspunkt“, wonach die Probleme eine andere Ursache haben könnten als das gefährliche Zusammenwirken von Fußmatte und Gaspedal. Der erneute Rückruf deutet nun allerdings auf das Gegenteil hin.
Reuters/AFP/mv





