Alfa Romeo MiTo Quadrifolgio Verde

Bei Alfa Romeo ist in den Top-Modellen der Glücksbringer inklusive. Das gilt auch für den MiTo Quadrifoglio Verde (grünes Kleeblatt). Der kleine Italiener ist aber nicht nur optisch eine Zierde, sondern hat es auch faustdick unter der Haube. Dank der elektrohydraulischen Multiair-Ventilsteuerung holt Alfa 170 PS aus dem 1,4-Liter-Motor, der sich in Verbindung mit einer Start-Stopp-Automatik mit sechs Litern auf 100 Kilometern begnügen soll und die Euro-5-Norm erfüllt. Und das trotz 219 km/h Spitze und dem Sprint in 7,5 Sekunden bis Tempo 100.

Mit dem Top-Motor kommt auch das sogenannte Dynamic-Suspension-Fahrwerk. Dabei sollen vier eletronisch geregelte Stoßdämpfer überflüssige Karosseriebewegungen minimieren und in Verbindung mit dem VDC (Vehicle Dynamic Control, ESP bei Alfa) für ein narrensicheres Fahrverhalten sorgen. Die Kraftübertragung im Quadrifoglio Verde übernimmt ein manuelles Sechsgang-Getriebe. Optisch wertet Alfa den schnellsten MiTo mit 17-Zoll-Leichtmetallfelgen mit Oberflächen in satiniertem Titan auf. Innen dominiert Schwarz, als Kontrast haben die Instrumente eine weiße Beleuchtung. Der Marktstart für das Top-Modell ist zum Jahresende geplant.

Hyundai ix35

Fünf Jahre lang war der Hyundai Tucson eines der erfolgreichsten Pferde im Stall, jetzt schicken ihn die Koreaner aufs Altenteil. Auf der IAA steht der Nachfolger, der mit dem kantigen Tucson rein gar nichts gemein hat. Noch nicht mal den Namen: Das neue Kompakt-SUV heißt ix35. Auch die Optik – entwickelt im Hyundai-Designcenter in Rüsselsheim – wurde radikal verändert.

Statt sich die Kante zu geben wie der Tucson, macht der ix35 auf kugelrunden Dynamiker. Der Fünfpunktgrill wird eingefasst von nach hinten zulaufenden, schmalen Scheinwerfern, darunter sitzt ein Unterfahrschutz. Auch in der Seitenansicht wirkt der Euro-Koreaner mit kräftigen Sicken dynamisch, die relativ flach stehende Heckscheibe kostet aber Platz.

Als Ausgleich hat der Tucson-Nachfolger bei der Länge um acht Zentimeter zugelegt und kommt auf 4,41 Meter. Zum Marktstart im März 2010 kommt er mit einem 160 PS starken Zweiliter-Benziner sowie einem 2,0-Liter Common-Rail-Diesel in zwei Leistungsstufen (136 und 170 PS). Geschaltet wird mit einem manuellen Sechsganggetriebe oder per Sechsstufen-Automatik. Den ix35 gibt es mit Front- oder Allradantrieb.

Jaguar XJ

Aufregend anders und damit in bester Tradition präsentiert Jaguar seine neue Oberklasselimousine XJ. Das neue Flaggschiff der Briten ist ein Schock für alle Traditionalisten. Die Neuauflage des Klassikers ist nicht wie seine Vorgänger der x-te Aufguss bekannter Designelemente, sondern ein richtiger Befreiungsschlag. So duckt sich der neue XJ wie eine Raubkatze auf dem Sprung, geschwungene Scheinwerfer blinzeln angriffslustig, das Dach spannt sich coupéhaft hinter der langen Motorhaube zum Heck.

Trotz aller Moderne zitieren zahlreiche muskulöse Linien die Formen des Klassikers Mk. II und des ersten XJ von 1968. Und so ist der Neue modern, ohne modisch zu sein. Schon beim Coupé Jaguar XK sieht man, dass solch ein Design mit der Zeit reift statt alt wirken kann.

Der neue XJ ist wie sein Vorgänger komplett aus Aluminium gefertigt. Das Einstiegsmodell mit Sechszylinder-Dieselmotor wiegt gerade mal 1796 Kilogramm. Eine S-Klasse ist satte 150 Kilogramm schwerer. Um diese Leichtigkeit auch optisch zu unterstreichen, bestehen die vorderen drei Viertel des Daches aus getöntem Glas – serienmäßig.

Die Motorenpalette bietet keine Überraschungen, alle Triebwerke sind bereits aus dem XF bekannt: Der Diesel mit 275 PS verspricht satten Durchzug bei niedrigem Verbrauch. Darüber hinaus gibt es einen Achtzylinderbenziner als Saugmotor mit 385 PS sowie in einer per Kompressor aufgeladenen Version mit 510 PS. Es scheint, als ob Jaguar mit dem neuen XJ wieder ein großer Wurf gelungen ist. Und da ist er – trotz des modernen Designs – ganz der Tradition von Jaguar verpflichtet. Bestellt werden kann der XJ übrigens ab sofort, die Auslieferung beginnt im Februar 2010 zu Preisen ab 76.900 Euro.

Kia ix-Metro

Kein Messestand ohne Studie. Da macht auch Hyundai keine Ausnahme und präsentiert den ix-Metro. Das futuristische Design des Kleinwagens stammt aus Korea. Trotzdem bietet der viersitzige ix-Metro Platz wie in der Golfklasse. Wie schon das Design ist auch die Technik futuristisch. Dem kleinen Dreizylinder Benziner mit 125 assistiert ein Elektromotor mit sieben PS. Das Ergebnis ist ein CO2-Ausstoß von nur 80 Gramm pro Kilometer. Chancen auf eine Serienproduktion hat der ix-Metro aber nicht. – er zeigt aber, wohin die Reise der Hyundai-Stadtmobile in Zukunft geht.

Kia Venga

Venga ist spanisch und bedeutet soviel wie "Komm" oder "Los". Und der Venga kommt. Und zwar von Kia. Für die Koreaner ist er der erste kleine Van, er kommt weniger schrill daher als sein Plattform-Bruder Soul und will vor allem mit guter Raum-Ökonomie punkten. Kia verspricht für den 4,07 Meter langen Venga Platz wie im VW Touran. Das überrascht, ist der Van doch entscheidende Zentimeter kürzer als der Volkswagen.

Wenig Überraschungen gibt es hingegen beim Antrieb: Der Venga wird mit 75 bis 115 PS starken Benzin- und Dieselmotoren angeboten (1,4 und 1,6 Liter), die aus dem Konzernregal stammen. Immerhin: Alle Aggregate sind mit dem Start-Stopp-System ISG erhältlich und erfüllen die Euro-5-Norm.

Auf Wunsch ist der Venga auch mit einem Panoramaglasdach (inklusive elektrischem Glasschiebedach) verfügbar. Für den Armaturenträger hat Kia nicht einfach den Bruder Soul kopiert, sondern ein eigenes Design entwickelt. Leider hat es der coole Drehknopf-Rücksteller aus der Genf-Studie No. 3 nicht in die Serie geschafft. Zu den Kunden rollt der Venga Anfang 2010, zu welchen Preisen, verrät Kia noch nicht.

Kia Sorento

Der Sorento ist das Auto, das Kia in Europa bekannt gemacht hat. Er stand bisher vor allem für viel Auto für wenig Geld. Doch das Korea-SUV kommt langsam in die Jahre, immerhin rollt es bereits seit 2002 auf unseren Straßen. Seitdem hat die Hyundai-Tochter weltweit fast 900.000 Sorentos verkauft, etwa 43.500 davon in Deutschland.

Auf der IAA steht nun der Nachfolger, Mitte November kommt er zum Händler. Der schwere Kastenrahmen und die hintere Starrachse sind nun passé. Das ist nicht nur Stand der SUV-Technik, sondern spart 215 Kilogramm Gewicht ein. Und Benzin, der neue 2,2 Liter-Diesel soll mit seinen fast 200 PS im Schnitt gerade mal 6,5 Liter verzehren, was einem CO 2 -Wert von nur 171 g/km entspräche.

Neben dem neuen Diesel bietet Kia einen ebenfalls neuen 2,4 Liter Benziner mit 174 PS an. Preislich ist Kia zwar nicht mehr der Discounter von früher, hebt aber auch nicht ab. Dank Frontantrieb beginnt der Sorento nun bei 28.505 Euro (Benziner, Schalter) und unterbietet das bisherige Modell glatt um 2000 Euro. Der preiswerteste Diesel kostet 30.770 Euro, Allradantrieb jeweils 1510 Euro mehr.

Kia Cee'd

Der Cee‘d ist Kias Erfolgsmodell in Europa. Immerhin wurden bereits mehr als 230.000 Stück verkauft, in Deutschland rund 38.000. Zur IAA wird der Golf-Gegner überarbeitet. Und das so gründlich, dass man fast von der zweiten Generation sprechen kann. Optisch wirkt der Cee'd jetzt gefälliger, selbstbewusster, stattlicher.

Das neue Familiengesicht mit markanterem Grill nennt Kia Tiger-Nose-Grill. Auch Innen wurde modernisiert. Neues Lenkrad mit Bedientasten, drei große Rundinstrumente im "Zylinder-Design", neue Mittelkonsole – das sieht schick aus und ist offensichtlich auch qualitativ besser geworden. Das spiegelt sich im Garantieversprechen: sieben Jahre oder 150.000 Kilometer gibts jetzt. Das Basismodell startet bei 14.430 Euro, der Verbrauch wurde durch eine Start-Stopp-System gesenkt.

Lexus LF-ch

Kaum ein Auto hat in so kurzer Zeit ein so positives Image gesammelt, wie der Prius von Toyota. Das könnte doch auch in der Premiumklasse gehen, dachte sich der japanische Hersteller und hat folgerichtig auf der IAA die Studie eines kompakten Lexus mit Hybridantrieb gezeigt.

Das könnte der Sparer werden, der deutsche Autobauer mächtig in Zugzwang bringt. Denn einheimische Kompakte mit moderner Hybrid-Technik sind weit und breit nicht zu sehen. Da ist Toyota weiter: Der Lexus LF-Ch steht als Serienauto auf dem Genfer Salon Anfang 2010, der Verkauf könnte ab Sommer beginnen.

Details zum Antrieb verraten die Japaner noch nicht. Sie werden sich aus ihrem reichhaltigen Hybrid-Baukasten bedienen. Klar ist: Es wird ein Vollhybrid, Benziner wie E-Motor können das Auto allein antreiben. Rein elektrisches Fahren in der Stadt ist möglich, die Reichweite soll gegenüber dem Prius (zwei Kilometer) weiter wachsen.

Die System-Leistung wird bei knapp 150 PS liegen. Der Lexus-Hybrid bekommt Frontantrieb, auch wenn die Japaner damit von ihrer Lexus-Philosophie der heckgetriebenen Limousinen abrücken. Der Grund: Der Hinterradantrieb kostet Platz und ist in der Golf-Klasse zu teuer.

Doch der Hybrid allein reicht nicht, der Lexus soll mit modernem Design punkten. Der Japan-Golf duckt sich breit und tief auf den Asphalt, kurze Überhänge lassen ihn kräftig und dynamisch wirken. Die Dachkante fungiert als integrierter Heckspoiler, stark modellierte Radhäuser mit großen 20-Zöllern gehören zur üblichen Show-Übertreibung. Vorn trägt der Lexus ein neues Familiengesicht. Von schräg hinten wird deutlich, wen die Japaner im Visier haben: den BMW 1er.

Mazda MX-5 Superlight

Weniger ist mehr – wer wüsste das besser als Mazda. Schließlich haben die Japaner vor 20 Jahren den kleinen, leichten Roadster neu erfunden. Nur ist der MX-5 der neuesten Generation durch Sicherheitsanforderungen und Komfortansprüche immer größer aber auch schwerer geworden. Wie sich Mazda den MX-5 der Zukunft vorstellt, zeigt daher die Studie Superlight.

Durch gezielten Leichtbau haben die Japaner das gewicht unter die magischen 1000 Kilogramm gesenkt. Angetrieben wird der Superlight durch den Serienmotor mit 126 PS – dank des um 100 Kilogramm gesenkten Gewichts bietet er aber deutlich bessere Fahrleistungen. Serienchancen des Roadsters ohne Frontscheibe: nahezu Null.