London und Paris sind tolle Metropolen und deshalb auch seit Jahren die beliebtesten Destinationen für Städtereisen auf dem europäischen Kontinent. Doch diese Rangfolge könnte sich schon in sehr naher Zukunft ändern. Berlin schiebt sich kontinuierlich vor und wird Paris bald überholt haben. Selbst London scheint nicht mehr unangreifbar. Und das aus gutem Grund.

Wer schon einmal in einem der Hotels in London oder Paris übernachtet hat, wird sich seinen nächsten Besuch dort gut überlegen. Denn die Hotels dort verlangen üppige Preise und bieten dafür nur zu oft enttäuschend wenig.

Das zumindest finden immer mehr Touristen und haben auch aus diesem Grund ihr Herz für Berlin, die langjährige Nummer drei, entdeckt. Der Bauboom auf dem Hauptstadt-Hotelmarkt hat dazu geführt, dass modernste Häuser aller Kategorien zur Verfügung stehen – und das zur Hälfte des Preises, der etwa in London gezahlt werden muss.

Die gute Nachricht für die Städtereisenden aus dem In- und Ausland: Diese erfreuliche Situation wird zumindest in den kommenden fünf Jahren auch noch weiter so bestehen bleiben. Denn allein in diesem Jahr geht ein Dutzend neuer Häuser an den Start und weitere sind bereits im Bau. Zwar steigen auch in Berlin mittlerweile die Übernachtungspreise, doch längst nicht so stark, wie dies angesichts des hervorragenden Angebots eigentlich gerechtfertigt wäre.

60.000 Berliner arbeiten in Beherbergungsbetrieben

„Und was haben die Berliner davon?“, wird sich mancher Hauptstädter fragen. Doch wer sich jetzt über Rollkoffer und schlagende Taxitüren, volle U-Bahnen und komplett von Touristen okkupierte Buslinien in der Innenstadt ärgert, sollte nicht vergessen, wie viele Menschen in der Stadt in dieser Wachstumsbranche mittlerweile ihre Brötchen verdienen. Bei den derzeit rund 800 Beherbergungsbetrieben in der Stadt sind knapp 60.000 Menschen angestellt, und mehr als 4000 absolvieren in der Hotellerie ihre Ausbildung.

Und da die Touristen in Berlin nicht nur Hotelbetten belegen, sondern auch einkaufen, essen oder in eines der vielen Theater und Museen gehen, profitieren noch viel mehr Menschen von den Touristenströmen. Also: Willkommen in Berlin!