Kündigung

Club „Steinhaus“ muss nach 18 Jahren ausziehen

Das angeblich marode Gebäude in Prenzlauer Berg soll abgerissen werden und einem Neubau weichen. Die Betreiber wollen nicht kampflos aufgeben

Der Club „Steinhaus“ soll seinen Standort auf dem Gewerbegebiet an der Saarbrücker Straße in Prenzlauer Berg räumen. Er hat zum Jahresende 2012 eine Kündigung von der Genossenschaft Gewerbehof Saarbrücker Straße e. G. bekommen. Sie will das Gebäude, in dem „Steinhaus“ seit mehr als 18 Jahren residiert, abreißen und durch einen Neubau ersetzen. Dienstleistungsunternehmen und eine Werkstatt sollen einziehen.

Man habe das Grundstück des Gewerbehofs 2003 vom Liegenschaftsfonds gekauft, sagte ein Vertreter der Genossenschaft am Montag. Im Kaufvertrag sei die Verpflichtung für den Neubau festgeschrieben. „Das alte Gebäude ist in schlechtem baulichen Zustand und genügt nicht den energetischen Standards.“ Zur Kündigung von „Steinhaus“ habe es einen Mehrheitsbeschluss der Genossenschaft gegeben.

Kein Alternativstandort in Sicht

Doch die Club-Betreiber, die auch Mitglied der Genossenschaft sei, wollen nicht ausziehen. „Wir werden um den Erhalt kämpfen“, sagte Axel Endler von der Endler&Schulz GbR. Man habe die Räumungsklage des Vermieters abgewiesen. „Einen Alternativstandort für das ‚Steinhaus‘ haben wir leider nicht“, so Endler. Man stelle sich nun auf gerichtliche Auseinandersetzungen ein. Im Eventkalender von „Steinhaus“ sind bis Ende März Veranstaltungen eingetragen wie der Friday Night Club und eine 90er-Jahre-Party.

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