Finaler Fauxpas auf der Fashion Week am Freitag: Den Models bei der Show von Marina Hoermanseder wurden die hohen Absätze ihrer Schuhe von Christian Louboutin zum Verhängnis. Während einige Damen mit angsterfülltem Gesicht über den Catwalk schritten, mussten zwei ihrer Kolleginnen komplett vor den Schuhen mit den roten Sohlen kapitulieren. Sie liefen kurzerhand barfuß. Nichtsdestotrotz gehörten die Entwürfe der in Berlin lebenden Österreicherin auch in dieser Saison wieder zum Besten, was die Berliner Modewoche zu bieten hatte. Neben ihren Lederkorsagen und groben Schnallen, mit denen die Esmod-Absolventin schon bei ihrem FashionWeek-Debüt im Januar 2014 für Aufsehen sorgte, zeigte sie dieses Mal viele tragbare Entwürfe, Ballonhosen, Blousons und Blusen mit Puffärmeln, die dank Lederapplikationen und -riemen dennoch unverkennbar dem Hoermanseder-Stil treu blieben. Am Ende gab es Standing Ovations, nicht nur von Eva Padberg, Franziska Knuppe und Friederike Kempter in der ersten Reihe, sondern vom gesamten Publikum im Garten des Kronprinzenpalais.
Schumacher hoch zwei
Bereits am Morgen hatte Dorothee Schumacher ihre Kollektion im „me Collectors Room“ an der Auguststraße gezeigt. . Die Designerin aus Mannheim gehört nicht nur zur Stammbesetzung der Berliner Modewoche, sondern auch zu den Favoriten prominenter Frauen. Und so saßen dicht an dicht in der Front Row die Schauspielerinnen Mina Tander, Lorna Ishema, Chiara Shoras, Fritzi Haberlandt, Julia Malik und Bettina Zimmermann, die sich jedoch partout nicht zu ihrer jüngst bekannt gewordenen Schwangerschaft äußern wollte. Schumacher zeigte verlässlich klassische Eleganz, die auch Daniel-Brühl-Freundin Felicitas Rombold überzeugte. Die Psychologin war allerdings ohne ihren Liebsten gekommen, der stehe gerade in Atlanta für „Captain America“ vor der Kamera, so Rombold.
Berlin Fashion Week - Trends für die nächste Mode-Saison
Ewa Herzogs Spitze
Gäbe es einen Preis für die meisten besuchten Shows, Franziska Knuppe wäre ganz sicher im Rennen um die vordersten Plätze. Auch bei Ewa Herzog am Freitagnachmittag hatte das Model wieder in der ersten Reihe Platz genommen. Die neue Kollektion zeigte Spitze in allen Formen und Farben, wie immer bei Herzog aus nachhaltig produzierten Stoffen.
Michalskys Show
Vieles hatte Hauptstadt-Designer Michael Michalsky bei seiner „Stylenite“ am Freitagabend anders gemacht, nachdem er diese bei der Fashion Week im Januar zugunsten der Ebola-Hilfe ausfallen lassen hatte. „Die Mode ist tot“, hatte der 48-Jährige zuvor verkündet, um sie dann im Grand Ballroom am Potsdamer Platz mit einer Couture-Kollektion wieder aufleben zu lassen. Auf dem Laufsteg bedeute dies: weniger urbaner Steetstyle, mehr verspielte Muster und aufwendige Details, bei den Damen Models, die mit Flechtfrisuren und Plateausneakers an Mangafiguren erinnerten und bei den Herren Blumenkränze im Haar. Im Vergleich zu den vergangen Jahren war die Show dieses Mal recht kurz geraden. Auch bei den Gästen hatte sich der Berliner von 1600 auf 300 verkleinert. Seine Stammgäste, Klaus Wowereit, Shermine Shahrivar, Christine Neubauer und Mirja Dumont, fehlten dennoch nicht. Dazu kamen noch Breaking Bad-Schauspieler RJ Mitte und der Regierende Bürgermeister, Michael Müller.
















































