Karim Rashid ist schnell. Zehn Vibratoren kommentiert der Star-Designer aus New York, der vom Parfumflakon bis zum Hotel so ziemlich alles entwirft, in zehn Minuten. Und sollte die Zeit knapp werden, so wie bei seinem Vortrag beim Brand New Day der Agentur Meta-Design in Berlin, redet er einfach ein bisschen schneller.

Berührungsängste kennt der Mann, der immer Weiß trägt, nicht. Im Gegenteil. Rashid entpuppt sich als echter Kenner der Materie: Er verfügt über eine umfangreiche Vibratoren-Sammlung. „Das sind einfach nette Objekte. Es ist ein bisschen seltsam, aber irgendwann fingen Freunde und Bekannte an, sie mir als Geschenk mitzubringen.“ Die zahlreichen Artefakte kämen allerdings nicht zum Einsatz, erzählt er freimütig: „Meine Frau steht nicht so drauf.“

Für den deutschen Sextoy -Hersteller Funfactory hat Rashid kürzlich einen Flagship-Store in Berlin gestaltet, eigene Spielzeuge sind in Arbeit. Doch seine ersten Vorschläge wurden verworfen – sein Mehr-Personen-Vibrator für Orgien stieß auf wenig Gegenliebe. Deswegen hat er jetzt dezentere Objekte entworfen: Schmuckstücke für Handgelenk oder Hals, selbstverständlich mit Extra-Funktion.