Lady Gaga geht gegen eine Londoner Eisdiele vor, die eine neue Eiscreme aus Muttermilch in Anlehnung an den Namen der US-Sängerin „Baby Gaga“ getauft hat. Lady Gaga hat der Eisdiele bis zum 9. März 2011 Zeit gegeben, den Namen der ungewöhnlichen Eissorte so zu ändern, dass er nicht mehr ihrem eigenen Namen ähnele.

Dies teilten die Anwälte der Pop-Ikone in einem Schreiben mit. Auch solle der Eishersteller auch keine sonstigen Kreationen mehr mit ihr in Verbindung bringen. Wenn diese Forderungen nicht erfüllt würden, behalte sich Lady Gaga vor, die Justiz einzuschalten, heißt es in der Mitteilung weiter.

Das Café "Icecreamists im Londoner Szeneviertel Covent Garden hatte Ende Februar 2011 das Eis aus Muttermilch präsentiert. Die Produktion der Sorte „Baby Gaga“ war trotz hoher Preise schnell ausverkauft.

Eine Sprecherin des Cafés sagte, trotz des Erfolgs sei derzeit keine Vermarktung der Muttermilch-Eiscreme im größeren Rahmen geplant. Für das Eis hatten sich 15 Frauen Milch abgepumpt. Diese wurde pasteurisiert, mit Zitronenschale und Vanilleschoten vermengt und dann cremig gerührt. Serviert wurde das Eis von einer Kellnerin, die mit ihrer blonden Perücke und ihrem provokanten Outfit an Lady Gaga erinnerte.

Auch die Londoner Behörden reagierten auf das Muttermilch-Eis mit Argwohn. Sie nahmen eine Probe, um zu analysieren, ob es zum Verzehr zugelassen werden kann. Die Eisdiele habe zugestimmt, die Sorte so lange nicht mehr herzustellen, bis die Laborergebnisse vorlägen, sagte eine Behördensprecherin.

AFP/jw