Stilkritik

Hilf Take That aus dem Mode-Sumpf, Robbie Williams!

Laura Gehrmann

Foto: REUTERS

Robbie Williams ist wieder mit Take That vereint, aber die Kollegen haben noch immer kein Händchen für trendige Outfits.

Kalter Kaffee ist ja bekanntlich kein Genuss und immer mit einem bitteren Nachgeschmack verbunden.

Obwohl Sänger und Frauenschwarm Robbie Williams mit einer Kombination aus viel zu langem kaffeebraunen Mantel, einem weißen T-Shirt mit V-Ausschnitt, schwarzer Anzug-Hose und Lackschuhen nicht gerade den besten Griff in seinen Kleiderschrank getätigt hat, ist er sonst besonders beliebt, eben weil er weiß, was man(n) trägt. Egal ob eng geschnittene Jacketts oder Jeans im „Used- Look“ – Robbie macht Kleidungsstücke zum Kult.

Was man seinen ehemaligen Band-Kollegen der Schmuse-Gruppe „Take That“ nicht gerade unterstellen kann. Mal abgesehen von Topf-Haarschnitten, übergroßen Hemden, die bis zum Bauchnabel aufgeknöpft sein mussten und so manch goldene Ohrringe, die nicht mal in den 90ern bei den Fans wirklich gut ankamen.

Auch heute haben die vier „Übriggeblieben“ noch kein Händchen für trendige Outfits. So können sich Gary Barlow, Mark Owen, Howard Donald und Jason Orange wohl eine gute Scheibe von Robbies Mode-Können abschneiden. Schließlich soll das Comeback doch auch in Sachen Klamotten dem aktuellen Zeitgeschehen zusagen. Bleibt nur zu hoffen, dass die vier Ex-Bandmitglieder sich Robbies Stil anpassen und nicht umgekehrt. Denn den Entertainer, wie ihn die Welt in der Nach-Boygroup-Epoche kennen und lieben lernte, mit verschmitzem Lächeln und Gel-Frisur, will keiner wieder hergeben.

Fraglich also, ob es sich für Robbie lohnt, die Kaffeemaschine wieder anzuwerfen und zurück in die Zeit der Fünfsamkeit zu reisen.