Morgenpost Online: Herr Becker, Sie tragen ein sportlich-schickes Outfit: kariertes Hemd, helle Hose. Ist das selbst gewählt – oder hatten Sie eine Stilberatung?

Boris Becker: Ich habe die Sachen selbst ausgesucht und anschließend noch fachkundigen Rat eingeholt. Das mache ich oft so: Ich ziehe mich an und führe das Outfit meiner Frau vor. Lilly entscheidet dann, ob es gut ist oder schlecht.

Morgenpost Online: Heißt das, Sie würden sich umziehen, wenn Lilly kein O.K. gibt?

Becker: Genau. Ich verlasse mich da auf die Expertin. Was Lilly nicht gefällt, ziehe ich nicht an. Es kommt also vor, dass ich noch mal das Hemd wechseln muss.

Morgenpost Online: Warum ist Ihre Frau schon wieder zurück nach London geflogen?

Becker: Sie hatte ursprünglich vor, am Mittwoch mit der ersten Maschine hin- und mit der letzten wieder zurück nach London zu fliegen. Deshalb hatten wir unser Baby auch dort gelassen. Doch dann haben wir uns dazu entschieden, noch ein bisschen zu feiern. Deshalb ist sie erst heute Morgen zu Amadeus zurückgeflogen. Es ist ihr sehr schwer gefallen, unseren Sohn allein zu lassen. Aber auf so kurzen Reisen muss man vernünftig sein und ihn nicht dem Flugstress aussetzen. Wir sind schon genug unterwegs…

Morgenpost Online: …diesmal in Sachen Mode. Wie würden Sie Ihren aktuellen Stil beschreiben?

Becker: Ich mag sportlich-elegante Kleidung, casual Schick, wenn Sie so wollen. Es soll bequem sein, aber auch modern und männlich. Mein Lieblingsdesigner Ralph Lauren hat diesen Stil verinnerlicht. Ich bewundere ihn. Er macht tolle Hemden, wunderbare Anzüge. Von ihm kann ich alles tragen.

Morgenpost Online: Sie designen Sonnenbrillen. Schon mal überlegt, selbst Mode zu entwerfen?

Becker: Das mache ich schon. Seit zwei Jahren gibt es eine Sportlinie von mir, die man sowohl beim Tennis auf dem Platz tragen kann, aber auch beim Shoppen. Wir sind damit recht erfolgreich. Da geht es sicher weiter.

Morgenpost Online: Nicht nur eine eigene Modelinie haben Sie mit Ihrer Ex-Frau Barbara gemeinsam, auch einen stilsicheren Sohn Noah, der bereits als modisches Vorbild gilt.

Becker: Er wird endlich erwachsen. Ich bin froh zu sehen, dass er sich inzwischen kleidet wie ein Mann. Früher hatte er oft weite, formlose Klamotten an. Da musste ich ein ernstes Wort mit ihm sprechen. Dann hat er sich daran orientiert, was seine Eltern tragen. Seinen guten Stil hat er von Mutter und Vater gleichermaßen.