+++Thermalbad statt Disco: Der letzte Schrei im Norden des Stiefelstaates heißt "Thermalbad am Samstagabend". Nichts mehr mit "Saturday Night Fever" – wer erinnert sich nicht an den legendären Disco-Film der 70er-Jahre mit John Travolta. Im Stiefelstaat geht man jetzt Samstagnacht in die Therme statt in die Disco – relaxen statt tanzen. Bis zu 130 Kilometer legten seine Kunden zurück, um sich am Samstagabend zu vergnügen "wie es schon die alten Römer taten", erklärte der Besitzer eines piemontesischen Thermalbads – alles unter dem Motto "Baden statt tanzen".
"Fast Lane" in Berliner Club: Die Besucher des Promi-Clubs "Felix" m Berliner Hotel Adlon haben nun die Wahl oder die Qual. Seit kurzem kann man die erfahrungsgemäß lange Wartschlange vor der Tür des Clubs umgehen und sich das qualvolle Anstehen ersparen. Gäste, die tiefer in die Tasche greifen, können sich in die so genannte "Fast Lane" einreihen. Wer 20 Euro (statt normalerweise 10 Euro) bezahlt, kommt sofort in den Club und muss nicht warten.
+++Pfeif-Unterricht neuer Trend: Wer behauptet, bei den Japanern piepts, muss es nicht gehässig meinen: Das fröhliche Pfeifen durch die Lippen entwickelt sich im Land der aufgehenden Sonne zum neuen Freizeittrend. In letzter Zeit gebe es immer mehr spezielle Pfeif-Kurse an Kultureinrichtungen in Großstädten wie Tokio und Osaka, schreibt die japanische Zeitung "Mainichi Shimbun". Da man dabei den Bauch anspanne, sei das Pfeifen gut für die Gesundheit. Außerdem werde die Gesichtsmuskulatur trainiert, was der eigenen Schönheit diene, erklärt Kimiko Wakiyama. Die 35-jährige Japanerin wurde vergangenes Jahr bei einem internationalen Pfeif-Wettbewerb "Weltmeisterin".
+++Musikclips als Protestform: Die Franzosen entdecken über das Internet den Schlager als Protestform. Ein Pariser Mathelehrer und ein Barkeeper, beide Anfang 30, kommentieren jeden Sonntag mit einem Musikclip die aktuelle politische Lage des Landes. Die improvisierten Produktionen kommen gut an: Die Protestschlager zählen zu den beliebtesten Podcasts in Frankreich, nicht zuletzt wegen der ordentlichen Portion Humor, den die zwei an den Tag legen. Beim Erfolgssong "Gib mir, gib mir Kaufkraft" diente ein Supermarkt als Kulisse um die schmerzlichen Auswirkungen der sinkenden Kaufkraft – deren Steigerung Sarkozy im Wahlkampf noch zum Thema gemacht hatte – plastisch zu verdeutlichen.
+++"Geta"-Sandalen erleben in Japan ein Comeback: Man hört sie schon, bevor man sie sieht: "geta". Die traditionellen japanischen Holzsandeln geben wegen ihrer typischen hohen Sohlen bei jedem Schritt ein markantes Klacken von sich. Während "geta" in früheren Zeiten die Füße auf Distanz zum Unrat auf der Straße hielten, werden sie heutzutage meist nur noch zu traditionellen Anlässen mit Kimono und von Sumo-Kämpfern getragen. Doch jetzt erleben "geta" ein modisches Comeback: Moderne "geta" mit der Fußsohle angepassten, geschwungenen und flachen Holzsohlen seien besonders unter Japanerinnen in ihren 20ern beliebt, wie der japanische Fernsehsender NHK berichtete. Sie sollen besonders bequem sein und haben Riemen in den unterschiedlichsten Formen und Farben.
+++Über den Dächern von Berlin: Die deutsche Hauptstadt hat eine neue Sky-Lounge. Die "Puro"-Bar befindet sich im 20. Stockwerk des Europa-Centers mitten auf dem Kurfürstendamm. Das edle Ambiente ist mit den Steinwänden, Sofas und einer offenen Feuerstelle so gemütlich wie ein Kaminzimmer und bietet einen 360-Grad-Blick über die Stadt. Designer Michael Michalsky feierte bei der Fashion Week seine After-Show-Party in der neuen Bar, doch Clou der neue Location befindet sich auf der Herrentoilette: Durch die Panoramafenster bei den Pissoirs genießen die Herren den Blick über Berlin.
TIM/DPA


