Sammler und Freunde des Uhrmacherhandwerks hören es nicht so gern, aber letztlich ist jede Uhr nicht nur Zeitmesser, sondern auch modisches Accessoire. Insofern ist es schlüssig, dass im New Yorker Luxuskaufhaus Barney's im Erdgeschoss nicht nur Taschen und Modeschmuck verkauft werden, sondern eben auch alte Rolex-Modelle aus den 60er- und 70er-Jahren.
Ein Modell allein, für alles und jede Gelegenheit, reicht nur noch den wenigsten Mode-Interessierten, und weil die Uhr nicht nur den persönlichen Geschmack unterstreichen, sondern auch noch zum Outfit passen soll, ist es kein Wunder, dass inzwischen fast jede Modemarke eine eigene Uhrenlinie hat. Auf der Baseler Schmuck- und Uhrenmesse werden es von Jahr zu Jahr mehr: von Dior über Hermès bis hin zu Juicy Couture und D&G.
Ähnlich wie bei Parfüms und Sonnenbrillen werden dabei fast alle Uhren in Lizenz hergestellt. Wo Burberry oder Michael Kors draufsteht ist beispielsweise Fossil drin, während die Firma Timex unter anderem die Marken Salvatore Ferragamo, Versace und Valentino vermarktet. Je nach Anspruch sind die Designeruhren dann kaum teurer als eine Swatch (das Unternehmen vertreibt übrigens Calvin-Klein-Uhren) oder auch eine echte Investition.
Gucci-Uhren werden zum Beispiel beständig hochwertiger, und Chanel schuf mit seiner Keramikuhr J12 ein Vorbild für die ganze Branche. Schön ist letztlich, was gefällt – und wo der richtige Name draufsteht.





