+++JUGENDLICHE LERNEN LIPPENLESEN: „Die Hauptgründe dafür sind der Gebrauch von MP3-Spielern und die laute Musik bei Partys“, teilte der flämische Verein für Schwerhörige und Ertaubte „Onder ons“ am Montag in Brüssel mit. Jugendliche verlören deshalb früher und in größerer Zahl ihr Gehör. Der Verein bietet seit zehn Jahren Kurse zum Lippenlesen an und verzeichnet den Angaben zufolge in jüngster Zeit einer deutliche Zunahme jugendlicher Teilnehmer.
+++OBAMA-HAARSCHNITT IN KENIA IN: Das Bild des demokratischen US-Präsidentschaftsbewerbers Barack Obama hängt inzwischen in vielen kenianischen Friseurstuben. Denn immer öfter kommen Kunden mit dem Wunsch nach einem „Obama-Haarschnitt“, erzählen Barbiere in der Hauptstadt Nairobi. Vor allem in der westlichen Provinz Nyanza, wo Obamas kenianischer Vater zu Hause war, sind die Kenianer bereits im Wahlkampffieber. Obama-Poster schmücken dort nicht nur Frisiersalons, sondern auch Sammeltaxen und Schaufenster. Auch als Namensgeber für Neugeborene erfreut sich Obama Medienberichten zufolge wachsender Beliebtheit.
+++MIT SCHUHEN BARFUSS LAUFEN: Leidenschaftliche Barfuß-Läufer können jetzt selbst beim Bummeln im harten Großstadtalltag, beim Wandern im Gebirge oder beim Joggen im Wald ihrer Passion frönen. Mit dem „Five Fingers“-Schuh bietet eine US-Firma eine ungewöhnliche Alternative zu herkömmlichen Sportschuhen und preist das Laufgefühl als „Barfuß-Revolution“. Wie ein Handschuh für Füße hat in den flexiblen Tretern jeder Zeh einen eigenen Fingerling-Raum, was besonders beim Klettern mehr Halt und Kontrolle verspricht. Die Sohle ist dünn und flexibel und passt sich dem Fuß beim Laufen an. Damit laufe man praktisch barfuß, sei aber vor spitzen Steinen oder Scherben geschützt wie mit einem normalen Schuh. Das Modell gibt es auch als Wassersportvariante zum Surfen, Segeln oder einfach nur Baden an steinigen Stränden.
+++ERSTER „VIER-STERNE-RAUCHERBUS“ VOR BERLINER LUXUSHOTEL: In Berlin gibt es den ersten „Vier-Sterne-Raucherbus“. Gäste, die im Zeitalter der Rauchverbote gemütlich zur Zigarette greifen möchten, können dies jetzt in einem komfortablen Hotel-Bus am Alexanderplatz in Berlin-Mitte tun. Das Park Inn teilte am Mittwoch mit, dass der stillgelegte Omnibus neben zwölf Sitzen mit Flachbildschirm-TV, mit Heizung und Lüftung im Vier-Sterne-Komfort ausgestattet ist. „Wir wollen unsere rauchenden Gäste nicht im Regen stehen lassen und haben eine kuriose Alternative zur sonst üblichen gläsernen Raucherlounge im Angebot“, sagte Direktor Thomas Hattenberger.
+++ROLLENSPIELE FÜR STILVOLLES BENEHMEN: In Dresden gibt es eine „Etikette-Schule“, die ihren Schülern ordentliche Manieren beibringen und zu einem souveränen Auftritt verhelfen soll. „Das Interesse an den Benimm-Kursen ist groß“, sagt Alexander Höfer, der die kleine Schule leitet. Zur Kundschaft gehören gestandene Manager, Vertriebsleute und Banker. Gelehrt wird vieles in Rollenspielen. Es geht um Situationen, wie sie immer wieder vorkommen können. Wie grüßt man einen Kunden oder den Vorgesetzten bei einem zufälligen Treffen in der Oper? Was ist, wenn man mit einem Kunden auf dem Firmenflur seinem eigenen Chef begegnet? Wer stellt wen vor? Grundsätzlich gilt zwar, dass der Ranghöhere einen Informationsvorsprung erhält. In dem Fall sei aber der Gast König, erläutert Höfer. „Der Geschäftsführer wird also dem Kunden vorgestellt und nicht umgekehrt.“
+++BÄRENTATZENSUPPE UND ROBBENFILET: Die ältesten und damit wertvollsten Kochbücher der Welt sind klein, vergilbt, ohne eine einzige Abbildung - und die fetttriefenden Rezepte klingen auch nicht allzu appetitlich. 12.500 historische Kochbücher hat Walter Schwarz (83) in den vergangenen 20 Jahren für die Frankfurter Stiftung Tafelkultur gesammelt. Die muffelnden Schinken bieten weit mehr als Rezepte zum Nachkochen - beziehungsweise das am allerwenigsten, denn die Bücher strotzen vor Fehlern. „Es gab viele Hörfehler“, erklärt Schwarz, denn die Autoren waren zwar des Schreibens mächtig, hatten aber vom Kochen keine Ahnung, sie ließen sich die Rezepte nur diktieren. Auch extravagante Gerichte kommen vor: wie eine Suppe aus ausgekochten Bärentatzen - die auch in selbigen serviert werden sollte - oder Rezepte für Biber, Igel und Robben.
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