Beim Einkaufen von Luxusgütern in Paris sind die Chinesen auf dem Vormarsch. Erstmals werden in diesem Jahr wohl nicht japanische, sondern chinesische Touristen die Shopping-Champions der französischen Hauptstadt sein, wie aus einer vom Pariser Tourismusbüro veröffentlichten Studie hervorgeht. Im vergangenen Jahr waren die Japaner mit Ausgaben von 87 Millionen Euro noch die Meister im Einkaufen von Designer-Artikeln in den steuerfreien Boutiquen an der Seine. Doch die Tendenz ist sinkend: Die Ausgaben der Japaner gingen in den vergangenen zwei Jahren um 35 Prozent zurück. Die Shopping-Ausgaben chinesischer Paris-Besucher verdoppelten sich dagegen im selben Zeitraum.
„Der Euro ist für die japanischen Touristen extrem teuer geworden“, erläutert Jean-Marc Leroy vom Netzwerk für zollfreies Einkaufen Global Refund das Phänomen. Zudem gebe es in Tokio zunehmend französische Produkte zu kaufen, so dass die Reise nach Paris nicht mehr nötig sei. Frankreich ist für Chinesen das beliebteste Urlaubsziel in Europa. Im vergangenen Jahr waren 700.000 Chinesen in das Land gereist.
Im vergangenen Jahr gaben chinesische Touristen in den zollfreien Pariser Boutiquen insgesamt 79 Millionen Euro aus, gefolgt von den Russen mit 72 Millionen und US-Bürgern mit 71 Millionen. Der Studie zufolge dürften die Chinesen die Japaner, die im vergangenen Jahr noch vor ihnen lagen, erstmals überholen.
Nicht-Europäer bekommen in französischen Geschäften für Konsumartikel, die sie in ihre Heimat ausführen, zwölf Prozent des Kaufpreises zurückerstattet. Dadurch kann Paris mit Shopping-Paradiesen wie Singapur, Hongkong oder Dubai konkurrieren.
DPA





