Die Rich Germany GmbH hat beim Amtsgericht Nürnberg einen Insolvenz-Antrag gestellt. Wegen des Ausfalls von Investorenzusagen sei die Zahlungsfähigkeit nicht mehr gesichert, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Ziel sei es nun, in den nächsten Tagen ein Bieterverfahren aufzunehmen, um einen nationalen oder internationalen Verlagspartner zu finden.

„Deutschlands erstes Statusmagazin“, so die Eigenwerbung, war erst vor drei Monaten auf den Markt gekommen. Zielgruppe waren mehr als 500 000 ausgewählte Unternehmer, Führungskräfte und vermögende Privatleute, die das Magazin kostenlos mit der Post zugeschickt bekommen sollten. Monatlich sollten so garantiert 100 000 Luxushaushalte in der so genannten „Premium-Zielgruppe“ erreicht werden. Am Kiosk ist das Magazin nicht erhältlich. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich über Anzeigen.

Kürzlich hatte Chefredakteur Andreas Wrede noch zu Morgenpost Online gesagt, man wolle an einer Millionärsmesse in München teilnehmen. Das Anzeigengeschäft sei zwar schwierig, „aber es springt an“. In der kommenden vierten Ausgabe würden etwa der Juwelier Fabergé und die Modemarke Baldessarini werben.

str/dpa