+++Irrgärten als Form der Medition: Fans von Irrgärten sind davon überzeugt, dass das Wandeln auf den verschlungenen Wegen eine besondere Form der Meditation ist. Die Labyrinth Society in den USA hat laut "New York Times" eine wachsende Zahl von Mitgliedern, die in Parks und offenen Geländen nach griechischem Vorbild selbst Irrgärten bauen, pflanzen oder aus Steinen legen. Um Probleme zu wälzen oder einfach um der Alltagshektik zu entfliehen, treffen sich die Mitglieder zum Laufen. Selbst in der Metropole New York gibt es mehrere dieser Labyrinthe .
+++Erste Champagner-Bar in Paris eröffnet: Kaviar-Schnittchen, wilder Lachs und dazu ein Glas Champagner: Pünktlich zum Jahreswechsel hat in Paris die erste Bar eigens für Champagner aufgemacht. "Flûte Bar" heißt das Etablissement im vornehmen 8. Arrondissement, eingerichtet im schicken wie bequemen Lounge-Stil. Benannt ist die Bar nach den länglichen Champagner-Gläsern, die auf Französisch "Flûte" (Flöte) heißen. "Die Idee ist, das Ambiente eines Pubs zu bieten, aber für Champagner", sagt Gründer und Ex-Rémy-Cointreau-Manager Hervé Rousseau, der seit gut zehn Jahren zwei "Flûte Bars" in New York betreibt. 100 Champagner-Sorten listet die Karte. 9 bis 30 Euro kostet ein Gläschen, die teuerste Flasche der Marke "Krug" stolze 2000 Euro. Dazu gibt es Häppchen, Frühlingsrollen oder Erdbeeren mit Schlagsahne.
+++Maniküre für Männer: Von wegen Frauensache: In Japan tauchen neuerdings immer mehr Männer in Maniküre-Salons auf. Eine wachsende Gruppe an Herrschaften sei bereit, ihre Zeit und ihr Geld darauf zu verwenden, das Image vom eintönig und ungepflegt daherkommenden überarbeiteten Bürohengst abzulegen, wie die japanische Agentur Kyodo herausfand. So zielt eine Reihe neuer Geschäftskomplexe in Tokio speziell auf die wachsende Nachfrage unter Männern nach Mode und Körperpflege. Der Salon "Tout Soleil Homme" bietet Männern zum Beispiel eine Zehn-Minuten-Augenbrauen- und Fingernagelpflege für nur sechs Euro an. Experten sprechen von einem Schönheitsboom durch die wachsende Zahl an Singles und Doppelverdienern mit dem Ergebnis, dass die Männer mehr Freizeit und Geld hätten, um ihr Aussehen zu verbessern und mehr auf Lebensqualität zu achten.
+++Teuerster Cognac der Welt: Für rund das Fünffache der bisherigen Höchstpreise bringt der französisches Cognac-Hersteller Hennessy demnächst eine neue Sonderausgabe auf den Markt: Eine Flasche "Beauté du Siècle" ("Jahrhundertschönheit") kostet den sagenhaften Preis von 150.000 Euro. Allerdings handele es sich eher um "ein Kunstwerk" mit einer Cognacflasche darin, beteuert Hennessy-Pressechef Thibault Le Mailloux. Denn der Cognac steckt in einer aufwendig gearbeiteten Truhe aus Glas und Metall, für die das Unternehmen eigens zehn Künstler engagierte.
Wird die Truhe aufgesperrt, erscheint wie beim Tischlein-deck'-dich eine Kristallkaraffe von Baccarat in einem von Guerlain entworfenen Flaschenhalter aus Gitterwerk. Vor einigen Jahren hatte der Hersteller Rémy Martin unter Sammlern mit einer 33.000 Euro teuren Sonderausgabe für Aufsehen gesorgt. Die Magnumflasche war mit einem Diamanten von 4,75 Karat verziert. Daneben nahm sich eine Jahrtausendausgabe von Courvoisier für 4500 Euro geradezu bescheiden aus.
Die Sonderausgabe von Hennessy sei "einem ganz besonderen Mann" gewidmet, sagte Le Mailloux. Nämlich dem 100 Jahre alten Killian Hennessy, der das Unternehmen in sechster Generation geführt habe. Einige der 100 Flaschen von "Beauté du Siècle" habe die Firma schon verkauft, sagte der Pressechef. Und ein Exemplar habe man Killian Hennessy zum Geburtstag geschenkt.
+++Ducasse kocht für Atlantis-Mannschaft Wachteln in Rotwein: Die Besatzung der Raumfähre Atlantis, muss auf ihrer Weltraumreise nicht darben. Die Firma das Starkochs Alain Ducasse teilte mit, der Küchenchef habe köstliche Menüs für die Raumfahrer zusammengestellt: Gefüllte Wachteln in Rotwein zu Selleriepüree mit Muskatnuss, Käsekuchen und saftiger Schokoladenkuchen seien ebenso im Angebot wie Caponata, eine italienische Spezialität aus Tomaten und Paprika. Zum Frühstück gebe es Omelette mit Tomaten und feinen Kräutern. Die Gerichte seien für "besondere Gelegenheiten" gedacht, wenn zum Beispiel einer der Astronauten Geburtstag habe oder ein Weltraumspaziergang absolviert worden sei. Insgesamt seien vierzig Packungen mit zehn Mahlzeiten in die USA entsandt worden.
+++Golftraining im Hallenbad: Golfspieler, die auch bei ungemütlichen Temperaturen nicht aufs Training verzichten wollen, können jetzt im Hallenbad den perfekten Abschlag üben. Beim sogenannten AquaGolf wird im Wasser mit einem speziell entwickelten Schläger aus Aluminium gespielt. „Vor allem Beweglichkeit, Koordination und Kraft werden bei der gelenkschonenden Methode verbessert“, sagte der Vorsitzende der Hamburger AquaGolf-Gesellschaft, Klaus G. Schreiber. Aufgrund des höheren Energieaufwandes entspreche eine 45-minütige Wasser-Einheit einem eineinhalbstündigen Training an Land. Nach Hamburg und Berlin sei auch ein Trainingszentrum in Düsseldorf geplant.
+++Fahrräder mit Stereoanlagen: Das ist die nächste Generation der Ghettoblaster: New Yorks Teenager stehen derzeit auf gigantische Stereoanlagen, die sie an ihre Fahrräder montieren. Sie radeln mit leistungsfähigen Verstärkern, mehreren Lautsprechern und extra Bassverstärkern durch die Straßen. Bis zu 5000 Watt Leistung bringen die selbst zusammengebauten Anlagen. Sie werden mit Hilfe von Autobatterien gespeist, die ebenfalls am Fahrradrahmen angebracht sind. Manche Teenies nehmen neben der Schule Hilfsjobs an, um sich ihr teures Hobby leisten zu können, schreibt die "New York Times". Einige stecken bis zu 4000 Dollar (rund 2700 Euro) in ihre Anlagen.
+++Promilletester für die Handtasche: Neben dem immer griffbereiten Handy, der Digitalkamera im Miniformat und eventuellen Schminkutensilien gibt es nun ein neues Muss für die Handtasche des modernen Italieners: Den Promilletester. Nachdem sich nach Jahrzehnten des Wegguckens auch die Polizei des Stiefelstaates von der Notwendigkeit verstärkter Alkoholkontrollen im Straßenverkehr überzeugt hat, sind Testgeräte der letzte Schrei. Es gibt sie in allen Versionen und Preislagen, vom Schlüsselanhänger mit dem schönen Namen "Minibrillo" ("Kleiner Schwips"), der schon für schlappe 30 Euro zu haben ist, bis hin zum "AI7000", einem Handy-ähnlichen Gerät, für das der Verbraucher schon um die 130 Euro zahlen muss. Die billigste Version ist das Einweg-Röhrchen "Soffia e Sai" (Puste und Erfahre) für 1,90 Euro aus der Apotheke.
+++DJ-Schulen bringen Plattenauflegen bei: Zur richtigen Zeit die richtige Platte auflegen – das ist für einen Discjockey keine leichte Aufgabe. Für die hohe Kunst des Plattenauflegens gibt es daher seit einigen Jahren Schulen, die derzeit großen Zulauf genießen. So auch in Mainz: Dort sind momentan 20 bis 30 Schüler im Alter zwischen 17 und etwa 40 Jahren dabei, sich Kniffs und Tricks für ihre Arbeit in Diskotheken oder Clubs anzueignen. Auf dem Lehrplan der Mainzer "Vibra School of DJing" stehen Themen wie Selbstvermarktung, Technik und das Musik-Mixen. Damit der Fehlgriff am Plattenteller möglichst ausbleibt.
TIM/DPA





