ARD-Krimireihe

„Tatort“: Neuer Schweiger, zweimal Münster – so wird 2020

Der „Tatort“ wird 2020 50 Jahre alt. Zum Jubiläum gibt’s einen besonderen Fall. Fans des Münster-Teams müssen allerdings stark sein.

Den beliebten „Tatort“ aus Münster mit den Kommissaren Thiel (Axel Prahl, l.) und Boerne (Jan Josef Liefers) gibt es 2020 zweimal zu sehen.

Den beliebten „Tatort“ aus Münster mit den Kommissaren Thiel (Axel Prahl, l.) und Boerne (Jan Josef Liefers) gibt es 2020 zweimal zu sehen.

Foto: Willi Weber / dpa

Berlin. 50 Jahre „Tatort“. Diese Bilanz darf die ARD 2020 ziehen – und feiert ihr Krimi-Jubiläum mit einem Doppelfall der Teams aus Dortmund und München. Doch auch darüber hinaus hat die neue „Tatort“-Saison einiges zu bieten.

Dramatisches kommt etwa auf Deutschlands beliebtestes Ermittler-Duo, die Münsteraner Kommissare Thiel und Boerne, zu. In Bremen wird alles neu. Und Til Schweiger versucht als Nick Tschiller mit neuem Regisseur einen Neustart beim „Tatort“. Ein Überblick.

  • Neujahr: Am 1. Januar zeigt das Erste den Improvisations-„Tatort“ mit dem Titel „Das Team“, der an zwei Tagen ohne festes Drehbuch gedreht wurde. Beim ersten „Tatort“ 2020 sind Teile des Dortmund-Teams und Nadeshda aus Münster dabei.
  • „Tatort“ aus Hamburg mit Tschiller und Gümer: In „Tschill out“ (5.1.) wartet Nick Tschiller auf ein Disziplinarverfahren. Das sei ein „Neustart“, sagte Til Schweiger. Regisseur ist nun Eoin Moore statt Christian Alvart. Mehr dazu: Neuer „Tatort“ mit Til Schweiger und „ganz wenigen“ Toten.
  • Münster-„Tatort“ mit Thiel und Boerne: Dreimal war das beliebteste Team 2019 zu sehen, 2020 kommt es zweimal. In „Limbus“ wird Professor Boerne (Jan Josef Liefers) bei einen Autounfall lebensgefährlich verletzt.
  • Batic und Leitmayr (München): Nachdem das Team 2019 nur zweimal zu sehen war, ist es 2020 viermal auf dem Bildschirm, wenn man die Jubiläumskrimis im Herbst zusammen mit Dortmund dazuzählt.
  • Ballauf und Schenk (Köln): Erst kommt der Film „Kein Mitleid, keine Gnade“, in dem ein toter Abiturient nackt an einem See gefunden wird. In „Niemals ohne mich“ stirbt eine resolute Jugendamtsmitarbeiterin.
  • Schwarzwald-„Tatort“ mit Berg und Tobler: Der nächste Schwarzwaldkrimi mit Eva Löbau und Hans-Jochen Wagner heißt „Masken“ und spielt in der alemannischen Fasnet.
  • Janneke und Brix (Frankfurt): Zum ersten Todestag von Hannelore Elsner im April ist die Filmdiva nochmal zu sehen. Sie berät als eine Ex-Kommissarin die Ermittler (Margarita Broich und Wolfram Koch).
  • Murot (Wiesbaden): Zwei Fälle sorgten 2019 für viel Aufsehen. Wohl im Oktober ist Ulrich Tukur laut HR in einer Doppelrolle im skurrilen Film „Die Ferien des Monsieur Murot“ zu sehen.
  • Rubin und Karow (Berlin): Im Frühjahr geht es bei Robert Karow (Mark Waschke) und Kollegin Nina Rubin (Meret Becker) um eine erschossene Studentin. Meret Becker steigt 2022 nach 15 Folgen aus.
  • Lindholm und Schmitz (Göttingen): In „Krieg im Kopf“ mit Maria Furtwängler und Florence Kasumba geht es um die Folgen eines offenbar fehlgeschlagenen Auslandseinsatzes der Bundeswehr in Mali.
"Tatort": Das sind fünf spannende Fakten
Tatort - Das sind fünf spannende Fakten
  • Voss und Ringelhahn (Nürnberg): Im sechsten Franken-„Tatort“ wird eine Geschäftsfrau erstochen. Felix Voss (Fabian Hinrichs) und Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) stoßen auf Schweigen.
  • Winkler, Gorniak und Schnabel (Dresden): Nach unter anderem einem spannenden Serienmörderkrimi hat der nächste „Tatort“ aus Sachsen den Arbeitstitel „Die Zeit ist gekommen“.
  • Odenthal und Stern (Ludwigshafen): Nach dem 30. Jubiläum von Ulrike Folkerts als Lena Odenthal 2019 geht es 2020 mit dem Film „Leonessa“ über verzweifelte Jugendliche in einer Hochhaussiedlung weiter.
  • Dorn und Lessing (Weimar): Im ersten Halbjahr kommt wieder ein Wortspiel-im-Titel-Krimi vom MDR - nach zuletzt „Der höllische Heinz“ und „Die harte Kern“ ist der Arbeitstitel nun „Der letzte Schrey“.
  • Lannert und Bootz (Stuttgart): Nach unter anderem dem hervorragenden Pflegerinnendrama „Anne und der Tod“ geht es mit dem Krimi „Du allein“ weiter, in dem ein Heckenschütze Angst verbreitet.
  • Faber, Bönisch, Dalay und Pawlak (Dortmund): Im Fall „Monster“ in der ersten Jahreshälfte stoßen die Kommissare auf ein Netzwerk, in dem Kinder wie Waren gehandelt werden.
  • Eisner und Fellner (Wien): Zwei Austro-„Tatorte“ sollen 2020 im Fernsehen laufen. „Pumpen“ wird laut ORF ein Fitnesstudio-Krimi und die Episode „Krank“ ein Krimi um alternative Medizin.
  • Grandjean und Ott (Zürich): Für die Schweiz kommen im Herbst in Zürich Anna Pieri Zuercher (als Isabelle Grandjean) und Carol Schuler (als Fallanalytikerin Tessa Ott) neu in den Kreis der Ermittler. Warum der „Tatort“ aus Luzern 2019 endete.
  • Falke und Grosz (Hamburg/Norddeutschland): Der Film „Die goldene Zeit“ mit Wotan Wilke Möhring und Franziska Weisz wird ein Kiez-Krimi zwischen Reeperbahn und Hafenstraße in Hamburg.
  • Borowski und Sahin (Kiel): Im neuen Fall „Borowski und der Fluch der weißen Möwe“ ersticht eine Polizeischülerin während eines Workshops von Klaus Borowski (Axel Milberg) einen Mitschüler.
  • Schürk und Hölzer (Saarbrücken): Der erste SR-„Tatort“ mit dem neuen Ermittlerteam Adam Schürk (Daniel Sträßer) und Leo Hölzer (Vladimir Burlakov) ist abgedreht. Genauer Sendetermin noch unklar.
  • Bremen: Der „Tatort“ aus Bremen bekommt im kommenden Jahr ein neues dreiköpfiges Ermittler-Team: Jasna Fritzi Bauer, Luise Wolfram und Dar Salim werden künftig in der Stadt an der Weser Fälle lösen. Im Frühjahr soll gedreht werden.
  • Heike Makatsch: 2020 wird laut SWR ein dritter „Tatort“ mit ihr gedreht, der wohl erst 2021 ausgestrahlt wird. Ort: wieder Mainz.

(dpa/cho)