Diskriminierung

"heute-show" entschuldigt sich bei stotterndem AfD-Politiker

Die „heute-show“ im ZDF hat sich über einen stotternden AfD-Politiker lustig gemacht. Nach Kritik entschuldigt sich die Redaktion.

„heute-show“-Moderator Oliver Welke hat sich für den Spott über einen stotternden AfD-Politiker entschuldigt.

„heute-show“-Moderator Oliver Welke hat sich für den Spott über einen stotternden AfD-Politiker entschuldigt.

Foto: Christoph Hardt / imago/Future Image

Mainz.  Die ZDF-Satiresendung „heute-show“ hat auf AfD-Kritik an der Darstellung des AfD-Sachverständigen Dieter Amann reagiert. „Für die ,heute-show’ war die Sprachbehinderung von Dieter Amann nicht erkennbar – es war nicht unsere Absicht, uns über diese Behinderung lustig zu machen“, twitterte die „heute-show“ am Montagabend unter der Überschrift „Hätte nicht passieren dürfen.“

Am Abend stellte Moderator Oliver Welke klar: „Hätte irgendjemand aus unserer Runde gewusst, dass Herr Amann unter einer Sprachstörung leidet, wäre dieser Clip niemals in der ,heute-show’ gelaufen.“ Sollte Amann sich durch den gezeigten Ausschnitt und die Moderation verletzt fühlen, so Welke, „tut mir persönlich das sehr leid“.

Amann stottert

Zuvor hatte die AfD das ZDF wegen der Sendung am Freitagabend scharf kritisiert und eine klare Distanzierung des Senders gefordert. Amann leidet seit frühester Kindheit unter einer sprachlichen Behinderung, betonte die Partei. Amann stottert.

Zu Beginn der Anhörung zum Familiennachzug für nachrangig Schutzberechtigte im Hauptausschuss des Bundestages habe der Sachverständige „sogar noch ausdrücklich darauf hingewiesen“.

Die AfD warf Moderator Oliver Welke vor, sich „in menschenverachtender Weise“ über Amann „ausgelassen“ zu haben. Welke betonte, seine Redaktion habe den Ausschnitt vom ARD-„Mittagsmagazin“ übernommen. Die einleitenden Worte von Amann hätten der „heute-show“ nicht vorgelegen. (dpa/küp)

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