Fernsehen

Eckart von Hirschhausen fragt: Wie gelingt ein gutes Leben?

In der dreiteiligen Serie „Check-up“ spannt Eckart von Hirschhausen den Bogen von der Kindheit zum Alter – inklusive Selbstversuch.

Hirschhausen im Altersheim: Ein mobiler Streichelzoo ermöglicht Bewohnern emotionale Momente mit Tieren.

Hirschhausen im Altersheim: Ein mobiler Streichelzoo ermöglicht Bewohnern emotionale Momente mit Tieren.

Foto: ARD / WDR/Bilderfest

Berlin.  Was ist wichtig für einen guten Start ins Leben, wie gelingt die Lebensmitte und wie das Altwerden? Der Arzt, Moderator und Wissenschaftsjournalist Eckart von Hirschhausen kümmert sich in der dreiteiligen, sehr persönlichen Reihe „Hirschhausens Check-up“ um die Themen, die Menschen umtreiben – mit Kompetenz, Humor und einer großen Portion Empathie.

Die erste Folge beginnt mit einer Visite in einem Altersheim der Diakonie in Düsseldorf. Für drei Tage hat sich Hirschhausen im Heim einquartiert. Gemeinsam mit einer Musiktherapeutin spielt er den Senioren die Lieblingsmusik ihrer Jugend vor – und tanzt mit einer 93-Jährigen dabei sogar Walzer. „Bei einem bettlägerigen, schwer dementen 69-jährigen Mann fing unter der Bettdecke der Fuß an zu zucken, als er ,I can’t get no satisfaction‘ über die Kopfhörer bekam“, berichtet Hirschhausen – diese Momente seien für ihn die schönstens gewesen.

Besuch in der Psychiatrie

Vor den Dreharbeiten habe er Angst vor dem Alter gehabt, sagt er, doch diese Angst habe sich komplett gelegt. „Dieses Jahr werde ich fünfzig. Und nur mit sehr viel Optimismus kann ich das als Halbzeit betrachten“, sagt der Mediziner. Doch nun sei ihm klar geworden: „Solange es genug kompetente und zugewandte Pflegekräfte in Deutschland gibt, möchte ich lieber alt werden, als früh sterben.“

Eine Woche später (19.6.) steht das Thema Lebensmitte auf dem Programm. Es geht um den Alltag von Männern und Frauen um die fünfzig und die Herausforderungen, wenn die körperliche Fitness nachlässt, Familie und Beruf aber immer noch hohe Anforderungen stellen. In einer psychiatrischen Klinik in Berlin erlebt der Moderator wieder drei Tage lang den Alltag. Hirschhausen begegnet Menschen, die wegen des Drucks ein Burn-out erlitten haben, an Psychosen oder Suchterkrankungen leiden.

Der letzte Teil dreht sich um die Kindheit

Der abschließende dritte Teil am 26.6. dreht sich um die Kindheit. Ein Grund, seine Mutter zu treffen. Gemeinsam mit ihr blickt er auf seine ersten Lebensjahre zurück. Viel Geld habe die Familie nicht gehabt – „aber eine gute Kindheit hat nicht primär etwas mit Geld zu tun, sondern mit Zeit und Zuwendung, mit Momenten und Gefühlen“, sagt er. Laut Wissenschaft wird in den ersten vier Lebensjahren die Basis für das spätere Leben gelegt. „Gelingt der Anfang, werden wir das ganze Leben davon profitieren – zumindest was Gesundheit von Körper und Seele angeht.“

Parallel zu Eckart von Hirschhausens Erfahrungen im Altersheim sind die beiden Reporter Lisa Weitemeier und Niko Wirth auf Straßen und Plätzen Deutschlands unterwegs. Gemeinsam mit Top-Experten der Altersforschung führen sie Tests zu körperlicher und geistiger Fitness durch. Wie fit sind alte Menschen in Deutschland? Welche Tipps gibt es, um sich rüstig zu halten? „Hirschhausens Check-up“ präsentiert neue Erkenntnisse der Wissenschaft in erfrischenden Experimenten zum Nachmachen und Weitererzählen. (ski)

„Hirschhausens Check-up“, 12., 19. und 26. Juni (jeweils Montag), 20.15 Uhr, ARD