Es war die größte Show, die Hamburg seit einem Jahr gesehen hatte. Die Goldene Kamera, die von der Funke Mediengruppe verliehen wird, verwandelte die Stadt seit ihrer Rückkehr an Elbe und Alster jedesmal aufs Neue in ein erweitertes Hollywood. Nicole Kidman war dabei, Jane Fonda, viele weitere deutsche Fernsehstars und auch TV-Legende Dieter Thomas Heck.
In einer Gala wurden die Preise verliehen. Einige Preisträger standen schon fest, andere wurden erst während der Show bekannt gegeben.
Die Stars bei der Goldenen Kamera
ZDF-Moderatorin zieht sich im Zug um
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Die Abteilung Information gab sich cool, charmant und witzig. Caren Miosga (ARD), Marietta Slomka (ZDF) und Peter Kloeppel (RTL) erhielten je eine Goldene Kamera für ihre Moderationen. Miosga, im silbrigen langen Kleid, meinte auf dem roten Teppich, sie hoffe, dass nicht die Umschläge geöffnet werden und plötzlich Sat.1 draufstehe. Kleine , wo die falschen Umschläge geöffnet wurden.
ZDF-Moderatorin Dunja Hayali, die im vergangenen Jahr eine Goldene Kamera bekam, twitterte, dass sie sich im Zug umziehen müsse. So knapp war ihr Zeitplan auf dem Weg nach Hamburg.
vom bildungskongress in bochum
— Dunja Hayali (@dunjahayali) 4. März 2017
ab nach hh zur #goldenekamera!
allerdings ohne smoking und ohne kleid, dafür mit umgezogen wird im zug

Nicole Kidman rauschte heran – in einem Kleid, das so luftig rüschenhaft daherkam, als sei es aus dem 19. Jahrhundert direkt nach Hamburg exportiert worden. War das ihr Ernst? Ja, denn es ist praktisch. Wie verriet doch die in ein enges Etwas gepresste Barbara Schöneberger: „Das ist ein Stehkleid.“ Also nicht zum dreistündigen Sitzen gemacht. Und dann imitierte Schöneberger ihre eigene Bewegung, wenn sie sich in einen Sitz quetschen muss. Australierinnen denken offenbar praktischer.
Das sind die Gewinner des Abends:
Beste Schauspielerin National
Lisa Wagner erhielt den Preis für ihre Darstellung der mutmaßlichen Rechtsterroristin Beate Zschäpe. Im ZDF-Dokudrama „Letzte Ausfahrt Gera – Acht Stunden mit Beate Zschäpe“ spielte sie die Hauptrolle. Ebenfalls nominiert waren: Claudia Michelsen und Jutta Hoffmann.
Bester Schauspieler National
Der Preis in dieser Kategorie ging an Wotan Wilke Möhring. Er spielte im RTL-Remake des Klassikers „Winnetou“ Karl May, der sich in Amerika angekommen Old Shatterhand nennt. Neben Möhring waren nominiert: Tobias Moretti und Tom Schilling.
Nachwuchspreis
Der Nachwuchspreis 2017 ging an Leonard Carow. Der Sohn des Künstlerpaares Katrin Bongard und Uwe Carow gab seinen schauspielerischen Einstand 2004 im Lena-Odenthal-„Tatort: Große Liebe“. Im Steven-Spielberg-Film „Gefährten“ (2011) war Carow an der Seite von David Kross zu sehen.
Lebenswerk National
Die Goldene Kamera für sein Lebenswerk National bekam Showmaster-Urgestein Dieter Thomas Heck. Er moderierte die „ZDF Hitparade“ bis 1984 sage und schreibe 183 Mal und bescherte dem deutschen Schlager den wohl größten Boom. Charakteristisch war vor allem Hecks Tempo, das ihm den Spitznamen „Deutschlands Schnellsprecher Nr.1“ einbrachte. Neben der Hitparade begeisterte er in vielen weiteren Formaten als Moderator und Entertainer.
Bester deutscher Fernsehfilm
Als bester Fernsehfilm gewann „Auf kurze Distanz“, ein ARD-Thriller über die Welt der illegalen Sportwetten. In dieser Kategorie nominiert waren auch: „Ein Teil von uns“ und „Zielfahnder: Flucht in die Karpaten“ (alle im Ersten).
Beste deutsche Miniserie/Mehrteiler
Die Serie „Morgen hör ich auf“ (ZDF) mit Bastian Pastewka gewann in dieser Kategorie. Pastewka spielt in der Serie einen Familienvater, der unter finanziellem Druck zum Kleinkriminellen wird. Nominiert warten auch: „Ku’damm 56“ (ZDF), „Morgen hör ich auf“ (ZDF) oder „Mörderisches Tal - Pregau“ (Das Erste).
Beste Information
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Die TV-Journalisten wurden anstelle ihrer Redaktionen für ihre Arbeit geehrt. Kriterien für die Auszeichnung sind eine ausgewogene, zuverlässige und umfassende Berichterstattung.
Zur Begründung teilte die Goldene Kamera mit: „Wohl noch nie stand der Journalismus so unter Beschuss wie 2016. In Zeiten, in denen „Fake News“, „alternative Fakten“ und „postfaktisch“ zunehmend Analyse, Aufklärung und Suche nach Wahrheit zu überschatten drohen, wollen wir die Redaktionen der drei meistgesehenen Nachrichtenformate und ihre Präsentatoren auszeichnen, die deutlich machen: Journalismus ist nicht Teil des Problems, guter Journalismus ist Teil der Lösung.“
Beliebteste Satire-Show
Das Publikum hat entschieden: Die „heute show“ wurde als beste Satire-Show des Jahres ausgezeichnet. Das Team um Oliver Welke konnte sich gegen die Konkurrenz von „Die Anstalt“ (beide ZDF) oder „Neo Magazin Royale“ (ZDFneo) durchsetzen. Die Zuschauer konnten in dieser Kategorie per Telefon abstimmen.
Lebenswerk International
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Die 79 Jahre alte Oscarpreisträgerin(„Grace & Frankie“) wurde für ihr Lebenswerk (international) geehrt. Erste Kino-Erfolge feierte Fonda in den 60er-Jahren mit dem französischen Regisseur Roger Vadim, der auch ihr erster Ehemann wurde. Er inszenierte sie ebenso spektakulär wie sexistisch im Science-Fiction-Film „Barbarella“.
Ihren ersten Oscar gewann sie 1971 für die Darstellung einer Prostituierten in „Klute“. Die 70er-Jahre waren eine Dekade, die die USA politisch polarisierte. Fonda spielte und produzierte das Drama über die Vietnam-Heimkehrer „Coming Home“ und gewann dafür ihren zweiten Oscar. Den Preis an Fonda vergab Geraldine Chaplin.
Beste Schauspielerin International
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(49), die aktuell im Film „Lion“ zu sehen ist, wurde als beste Schauspielerin geehrt. In dem Film, der erst vergangenes Wochenende auch einige Oscars abräumte, hat sie die Rolle einer Frau übernommen, die den fünfjährigen Saroo adoptiert, als dieser seine Familie in Indien verliert. Kidman selbst bekam für diese Leistung des Oscar als Beste Nebendarstellerin.
Bester Schauspieler International
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Hollywood-Star (40, „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“) wurde in der internationalen Sparte als bester Schauspieler ausgezeichnet. Zwei Mal wurde Farrell bereits für den Golden Globe nominiert, für „Brügge sehen und sterben“ erhielt er 2009 die begehrte Auszeichnung.
Bester Film International
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Wie auch bei den Oscars wurde der Film „La La Land“ bei der Goldenen Kamera ausgezeichnet. Das Musical mit Emma Stone und Ryan Gosling überzeugte also auch die deutsche Jury. Den Preis nahm allerdings nicht wie angekündigt der Hauptdarsteller Gosling entgegen, sondern ein Double. Die Macher der Goldenen Kamera waren selbst überrascht, damit hatte keiner gerechnet. .
Beste Musik International
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Der britische Sänger bekam den Preis für die beste Musik. Der 26-Jährige feiert derzeit mit Songs wie „Shape Of You“ und „Castle On the Hill“ Erfolge. Der 25-jährige Singer-Songwriter erhielt bereits zahllose Auszeichnungen für seine Alben, Singles und Beiträge zu Soundtracks.
Die Auszeichnungen wurden bereits zum 52. Mal vergeben. Über die Preisträger hatte eine Jury entschieden. Darin saßen unter anderem die Schauspieler Heike Makatsch und Wotan Wilke Möhring, Moderator Johannes B. Kerner und Komikerin Carolin Kebekus. (sdo/ac/HA)
Sie können die ganze Sendung hier nocheinmal anschauen.









































