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Dschungelcamp-Geheimnisse gelüftet – Sonja Zietlow packt aus

Wer war die größte Dschungel-Zicke? Und wen hat sie ins Herz geschlossen? Sonja Zietlow plaudert über die Geheimakte Dschungelcamp.

Von Mike Powelz
Daniel Hartwich und Sonja Zietlow führen wieder gemeinsam durch die elfte Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“.

Daniel Hartwich und Sonja Zietlow führen wieder gemeinsam durch die elfte Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“.

Foto: RTL / Stefan Menne

Berlin.  Am 13. Januar startet die langersehnte elfte Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“. Zeit, die vergangenen Jahre Revue passieren zu lassen. Im Gespräch mit GOLDENE KAMERA enthüllte Moderatorin Sonja Zietlow Geheimnisse des Dschungelcamps.

Darum gibt es so viel Drama im Dschungelcamp
Darum gibt es so viel Drama im Dschungelcamp

Eine Idee für eine besonders schwere Dschungelprüfung geht auf Ihr Konto – und die schrieb sogar in der US-Version der Show als „Kakerlak Attack“ TV-Geschichte. Wie sind Sie auf den „Kakerlaken-Sarg“ gekommen?

Sonja Zietlow: Seit ein paar Jahren ist bei den Dschungelprüfungen immer ein Vertreter der australischen Tierschutzbehörde dabei. Das bedeutet zum Beispiel auch, dass wir Moderatoren bei 40 Grad stundenlang in der prallen Sonne stehen dürfen – die Tiere aber Behälter mit Air Conditioning haben müssen. In der ersten Staffel war man da noch nicht so aufmerksam. Der Sarg sollte für Daniel Küblböck eigentlich mit Ratten gefüllt werden. Uns Moderatoren war aber klar, dass dabei einige der Tiere erdrückt werden könnten. Dirk Bach hat sich sofort geweigert, die Prüfung so durchzuführen. Und dann hatte ich die Idee, es mit Kakerlaken zu versuchen – die sind ja mit ihrem Panzer praktisch unkaputtbar.

Sie haben GOLDENE KAMERA mal verraten, dass Sie gern ein Ehepaar im Camp hätten. Warum – und wie wäre es diesmal mit den Lombardis?

Zietlow: So ein Ehepaar bringt noch mal eine ganz andere Beziehungsebene ins Camp. Dass die super funktioniert, haben wir ja beim „RTL Sommerhaus der Stars“ gesehen. Die Lombardis klingen erst mal toll – aber was wollen die denn bei uns noch geheimes zeigen, was sie in den letzten Jahren nicht schon freiwillig breit getreten haben wie einen Flurteppich. Es gibt Dinge, die sollte man als Ehepaar unter sich ausmachen.

Warum redet der Ex-Kandidat Peter Bond nicht mehr mit Ihnen – oder ist das umgekehrt?

Zietlow: Er fühlte sich wohl, speziell von mir, falsch dargestellt. Wofür er aber selbst gesorgt hat. Wenn er deshalb nicht mehr mit mir spricht – übrigens als einziger - kann ich nur sagen: Da hab ich wohl alles richtig gemacht.

Zwei der neuen Kandidatinnen, Frl. Menke (sie hörte schon Stimmen) und Hanka Rackwitz (sie leidet an Waschzwang) haben Psychoticks. Eine gute Steilvorlage für Witze?

Zietlow: Ich weiß noch nicht, wer dabei ist. Deswegen spekuliere ich darüber auch nicht.

Warum nehmen Sie nicht an Preisverleihungen teil – selbst wenn vorher bekannt ist, dass Sie gewinnen wie beim Deutschen Comedypreis 2013?

Zietlow: Ich kann doch nicht ernst nehmen, dass die mit Abstand erfolgreichste TV-Show der letzten zwölf Jahre noch keinen einzigen Preis bekommen hat. Deshalb freue ich mich für jeden Kollegen und jedes Format, das zu Recht eine Auszeichnung bekommt. Ich muss da aber nicht dabei sein. Den Comedy Preis für die beste Moderation konnte ich aus Respekt vor Dickie nicht persönlich entgegennehmen. Uns den Preis ausgerechnet für die erste Staffel nach seinem Tod zu geben, war schon sehr unsensibel. Er steht jetzt übrigens, pink angesprüht, auf seinem Grab.

Sex- oder zigarettensüchtig? Pleite oder am besten alles zusammen? Was macht den perfekten Kandidaten aus?

Zietlow: Wenn er viel erlebt, viel zu erzählen und viel zu gewinnen hat. Ansonsten haben die Zuschauer die Frage immer sehr schön beantwortet: Die Aufreger mit der kleinen Prise Wahnsinn haben die Quote gemacht: Die Küblböcks, Siegels, Knappiks, Marolts, Freiwalds und Wendlers dieser Welt. Aber gewonnen haben die Alten, die Schwulen, die Ausländer, die Außenseiter, Ossis und Belächelten. Auf diese Ergebnisse demokratischer Wahlen kann Deutschland wirklich mal stolz sein.

Welchen der Gewinner haben Sie besonders ins Herz geschlossen – und warum?

Zietlow: Ach, es gibt in jeder Staffel mindestens einen, den ich ins Herz schließe. Weil er mich überrascht, weil er ehrlich ist, weil er sozial ist, weil er sich um alle mehr kümmert als um sich. Und für die kämpfe ich dann auch. Wenn es sein muss auch auf Kosten von ein paar echt guten Gags. So war das zum Beispiel bei Michaela Schaffrath. Ist vielleicht keinem aufgefallen, aber da gab es ab dem zweiten Tag von mir keinen Hinweis mehr auf ihre Porno-Vergangenheit.

Was war die bislang schwerste Dschungelprüfung? Immer noch Nico Schwanz und Peter Bond beim zweistündigen Kauen auf Fischaugen & Co?

Zietlow: Absolut! Und es waren eher drei Stunden. Hätten wir die in voller Länge gezeigt und das Drama nicht auf charmante 20 Minuten gekürzt, hätte hinterher keiner mehr mit Peter Bond geredet. So viel zu „wir haben ihn falsch dargestellt“...

Wer war die bislang größte Drama-Queen, wer die größte Zicke?

Zietlow: Top drei der Drama-Queens: 3. Peter Bond 2. Michael Wendler 1. Giulia Siegel. Und bestimmt ist der Bond jetzt wieder sauer, weil er nicht die Nummer Eins ist. Top drei der Zicken: 3. Georgina Fleur 2. Helena Fürst 1. Desiree Nick.

Dieses Interview ist zuerst auf goldenekamera.de erschienen.