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Donald Trump ist für das „Time“-Magazin Person des Jahres

Vor einem Jahr hatte er geschimpft über Angel Merkel als Person des Jahres. Nun ist Trump selbst vom „Time“-Magazin gekürt worden.

Donald Trump ist für das „Time“-Magazin die Person of the Year.

Donald Trump ist für das „Time“-Magazin die Person of the Year.

Foto: Time/Montage FMG

New York.  Donald Trump ist für das New Yorker „Time“-Magazin die Person des Jahres 2016. Das teilte das Magazin am Mittwoch mit. Auf Platz zwei lag die Frau, die auch bei der US-Wahl nur zweite Siegerin geworden war: Hillary Clinton.

Trump liefere aus der Sicht seiner Anhänger „breite, tiefgreifende, historische Veränderungen“, während seine Gegner fürchteten, „was er vielleicht tun und was möglicherweise in seinem Namen getan werden wird“, heißt es zur Begründung. Trump sagte dem Sender NBC kurz nach der Ankündigung, die Ernennung sei eine große Ehre.

Trump war 2015 beleidigt gewesen

Die „Time“-Redaktion würdigt seit 1927 die einflussreichsten Persönlichkeiten des Weltgeschehens. Vergangenes Jahr war das Kanzlerin Angela Merkel als erste Frau seit fast 30 Jahren. Sie war wegen ihrer entscheidenden Rolle in der europäischen Flüchtlingspolitik auf das Cover gehoben worden.

Trump hatte das damals kritisiert. „Ich habe Euch gesagt, dass das „Time“-Magazin mich nie als Person des Jahres wählen würde, obwohl ich großer Favorit bin. Sie suchen sich eine Person raus, die Deutschland ruiniert.“

Französischer Grafiker hatte „Trump-el“ montiert

Der französische Grafiker Guillaume Titus-Carmel, auf Twitter @GuillaumeTC, hatte daraufhin die Gesichter von beiden in einer Montage verschmelzen lassen. Für diese Montagen ist er bekannt. Sein Text dazu: „Das war knapp, Donald Trump. Vielleicht nächstes Jahr." Das hat sich nun bewahrheitet.

Auch Hitler war Person des Jahres

Unter den in der Vergangenheit gewürdigten Personen waren auch Königin Elizabeth II. oder Nelson Mandela. Das Magazin hatte aber auch zwei mal Josef Stalin und im Jahr 1939 Adolf Hitler zur Person des Jahres gekürt. Das Cover damals zeigte Hitler in einer ganz ähnlichen Pose wie nun Trump. Daran fühlten sich schnell einige Nutzer erinnert.

In diesem Jahr hatten es elf Finalisten auf die Shortlist geschafft. Darunter fanden sich auch die Ausnahmesportlerin Simone Biles, der türkische Machthaber Recep Tayyip Erdoğan, die Sängerin Beyoncé Knowles, Mark Zuckerberg, Wladimir Putin oder das Wissenschaftler-Team, das CRISPR entwickelt hat, eine Methode, die das Zuschneiden und Modifizieren von DNA ermöglicht und die den Austausch von Krebszellen ermöglichen könnte. (law)