Castingshow

„The Voice“-Coach hält 23-jährigen Kandidaten für 55-Jährige

Blind Auditions Nummer sechs: Die „The Voice“-Teams füllen sich – trotz mancher Fehlentscheidung. Eine leistete sich Andreas Bourani.

Bei Kandidat Robert (2.v.l.) hatte „The Voice“-Coach Andreas Bourani (nicht im Bild) offenbar Bohnen in den Ohren. Er dachte, Robert sei eine Frau.

Bei Kandidat Robert (2.v.l.) hatte „The Voice“-Coach Andreas Bourani (nicht im Bild) offenbar Bohnen in den Ohren. Er dachte, Robert sei eine Frau.

Foto: Richard Hübner / SAT.1/ProSieben

Berlin.  Werden die Coaches bei „The Voice“ langsam vorsichtiger bei der Auswahl der Talente? Für je 18 Kandidaten ist Platz in den Teams von Samu Haber, Yvonne Catterfeld, den Fantas mit Michi Beck und Smudo sowie bei Andreas Bourani. Mindestens je elf Plätze sind nach der sechsten Runde der Blind Auditions vergeben. Das waren die Schlaglichter der Show am Sonntagabend:

Die meisten Sympathiepunkte …

… sammelte wohl die 18-jährige Maja. In dieser Runde war sie die Kandidatin, die nicht nur vor den Blicken der Coaches, sondern auch vor den Blicken der Zuschauer verborgen blieb. Hinter dem Vorhang sang sie „I’m sexy and I know it“ in einer „geilen Version“, wie ihr die Coaches bescheinigten.

„Die Spannung steigt, ob ich wirklich sexy bin, wa?“, scherzte die Berlinerin nach ihrem Auftritt, bevor der Vorhang fiel. Auf das Aussehen kommt es bei „The Voice“ bekanntlich sowieso nicht an. Allein mit ihrer Stimme überzeugte Maja immerhin Samu Haber – und später auch mit Witz und Charme. „I love you already“, schwärmte der Coach. Und auch Smudo vom Team Fanta bestätigte: „Was für eine lustige Socke.“

Die freie Auswahl …

… hatten bei den sechsten Blind Auditions nur zwei Kandidaten: der 19-jährige Leon aus Hannover und Alessio (24) aus Bielefeld. Wer auch die vorherigen Runden der Blind Auditions verfolgt hat, kann sich denken, was folgte. Richtig, Andreas Bourani schleimte, was das Zeug hält. Pflanzenfan Leon versuchte er zu ködern, indem er mit ihm ein Selfie schoss. „Jetzt bin ich der Allererste, der mit ‚The Voice of Germany‘ ein Selfie gemacht hat“, ließ er seinen Charme spielen.

Beim Bielefelder Alessio griff Bourani zum Handy und rief das große Vorbild von Alessio, Max Mutzke, an. Ein Treffen, das versprachen Mutzke und Bourani, sei Alessio sicher, wenn er sich fürs Team Andreas entscheide. Was bei Leon funktionierte, klappte bei Alessio allerdings nicht. Der Bielefelder sucht sein Glück nun lieber in Yvonnes Team.

Ins Fettnäpfchen …

… trat Fanta-Coach Smudo. Kandidatin Daniela (24) stand in der Show am Sonntag bereits zum zweiten Mal auf der „The Voice“-Bühne. Was ihr im vergangenen Jahr misslang, glückte diesmal: Das Team Fanta und Andreas Bourani drückten den Buzzer – und erkannten die Hamburgerin wieder.

„Du hast noch mal richtig zugelegt“, sagte Smudo. Ob das die richtige Wortwahl war, um auszudrücken, dass sich die Stimme weiterentwickelt hat? Man könnte es auch falsch verstehen und auf seine Figur beziehen. Jedenfalls entschied sich Daniela lieber für Andreas.

Für richtige Zitterpartien …

… sorgten die erst 16 Jahre alte Mannheimerin Florentina und die 20-jährige Musical-Studentin Celena aus Osnabrück. Smudo fand Florentina zunächst zu schlecht. „Oben ist sie gut“, widersprach später Michi Beck – und drückte in allerletzter Sekunde den Buzzer. Und auch bei Celena waren es die Fantas, die das Bangen auf den letzten Drücker beendeten.

Bohnen in den Ohren …

… hatte offenbar Andreas Bourani, als Robert aus Kiel „Lost Stars“ von Adam Levine sang. Der Coach hielt den 23-Jährigen doch tatsächlich für eine 55-jährige Frau und zog die Hand vom Buzzer zurück. Eine Fehlentscheidung, wie er später zerknirscht zugeben sollte.

Gutes Gehör bewiesen hingegen die Fantas und Yvonne Catterfeld. Die außerordentliche Stimmfarbe zeigte sich spätestens, als Robert in bester Bob-Marley-Manier „Redemption Song“ zum Besten gab. Die Fantas durften sich am Ende über das Talent Roberts in ihrem Team freuen.

Was ganz Neues …

… bei „The Voice“ war der Auftritt von Fabian (24) aus Frankental. So etwas habe es in der Show noch nie gegeben, war sich der Kandidat sicher. Und tatsächlich war sein Beatbox-Talent außergewöhnlich. Stimmlich reichte es jedoch nicht, um in die Battles einzuziehen. Einen weiteren Beatbox-Auftritt wollten sich die Coaches aber nicht entgehen lassen. Die Zuschauer dürften sich in Gedanken den Worten von Yvonne angeschlossen haben: „Danke für diesen tollen Moment.“

Mit Gottvertrauen …

… hat es schließlich noch Jonny aus Tiefurt geschafft. Eigentlich moderner christlicher Musik verschrieben, sang er den weltlichen Lindenberg-Song „Durch die schweren Zeiten“. Das Angebot von Samu Haber, in sein Team zu kommen, schlug er aus. Der 20-Jährige setzt auf Coach Yvonne.

Nicht weiter …

… sind neben Beatboxer Fabian die 51-jährige Country-Sängerin Gitty, der Wiener Bon-Jovi-Fan Marco (33) sowie Lawrence (23) mit seiner Reggae-Version des Gorillaz-Songs „Feel Good Inc.“