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„The Voice“-Coach Yvonne Catterfeld sichert sich die Talente

Jury-Neuzugang Yvonne Catterfeld weiß, wie sie „The Voice“-Kandidaten in ihr Team holt. Einen großen Fehler bereut sie später dennoch.

Spielt bei „The Voice“ eine wichtige Rolle: Sängerin und Jury-Mitglied Yvonne Catterfeld.

Spielt bei „The Voice“ eine wichtige Rolle: Sängerin und Jury-Mitglied Yvonne Catterfeld.

Foto: © POOL New / Reuters / REUTERS

Berlin.  So etwas wie die Wiedergeburt von Curt Cobain, eine Stimme, die klingt wie zwei, und ein Fast-Heiratsantrag – das und mehr boten die dritten Blind Auditions bei „The Voice of Germany“. 4,02 Millionen Zuschauer sahen zu – keine schlechte Quote.

Für die Coaches Samu Haber, Andreas Bourani, Yvonne Catterfeld und das Team Fanta mit Smudo und Michi Beck ging es wieder darum, die besten Talente in ihre Teams zu holen.

Die Charmeoffensive des Abends…

…legte keiner der Kandidaten, sondern Jury-Neuzugang Yvonne Catterfeld hin. „Ich glaube, wir würden ganz gut zueinander passen“, flirtete sie, um sich gegen die anderen Coaches durchzusetzen. „Ich brenne für dich“, klang bei ihr fast wie eine Liebeserklärung. „Ich liebe deine Stimme“, gab sie ganz unumwunden zu. Und ja, fast wie bei einem Heiratsantrag hauchte sie: „Ich will diesen Weg gemeinsam mit dir gehen.“ Nicht bei allen zog die Masche. Immerhin zwei Talente sicherte sich Yvonne Catterfeld für ihr Team.

Die Schleimoffensive des Abends…

…startete Catterfelds Coach-Kollege Andreas Bourani. Denn den liebenswerten, schüchternen, ruhigen Robin wollten alle für ihr Team gewinnen. Und damit hat der 22-jährige Österreicher wohl wirklich nicht gerechnet, als er sich an seiner Gitarre festhielt, und „Wasn’t Expecting That“ von Jamie Lawson performte.

Bourani jedenfalls zog aus einem Jutebeutel seine Echo-Trophäe hervor. „Weißt du, was das hier ist?“, fragte Bourani. Jemand, der den großen Traum vom Popstar-Leben träumt, dürfte Deutschlands wichtigsten Musikpreis wohl erkennen. „Nimm ihn mal in die Hand“, forderte Bourani Robin auf. „Ist das nicht ein bisschen ekelig, was du da machst“, stichelte Michi Beck vom Team Fanta in Bouranis Richtung – zu Recht.

Der Sunnyboy des Abends…

…kam aus der Schweiz. Blonder Wuschelkopf, verschmitztes Lächeln, Schultern zum Anlehnen – und eine Stimme! Ein bisschen Reibeisen, aber immer noch so soft, dass sich wohl Tausende weibliche Zuschauer sofort in den 22-jährigen Bodenverleger Lukas verliebt haben, als er „Wohin Du Gehst“ von AnnenMayKantereit sang.

Nur das Team Fanta schlug zu. „Das hättet ihr mal sehen sollen, wie der groovet“, konnte es Michi Beck kaum fassen. Und alle anderen Coaches ärgerten sich schwarz, vermuteten sie doch einen viel älteren, weniger gut gebauten Mann auf der Bühne.

Die Fehlentscheidung des Abends…

…trafen die Coaches bei Julien Alexander aus Essen. So etwas wie die Wiedergeburt von Curt Cobain saß da auf der Bühne, sang mit Gitarre Nirvanas „Heart Shaped Box“. „Ich will den Grunge zurück bringen“, war das Anliegen des 19-Jährigen. Doch zum Buzzern brachte er die Jury nicht. „Das war ein Fehler“, ärgerte sich später Yvonne Catterfeld. „Ich will, dass der Junge, der Nirvana gesungen hat, weiß, dass er wiederkommen soll!“

Der Doppelpack des Abends…

…war gar keiner. Nur einer stand da auf der Bühne, nämlich Shpresim (17) aus Pfronten. Mit seiner markanten Stimme beim schwierigen James-Brown-Song „It’s A Man’s World“ sorgte er für Verwirrung. Yvonne Catterfeld war sich sicher, es stünden zwei Personen auf der Bühne. Zwischen ihr und dem Team Fanta fiel die Entscheidung für Michi Beck und Smudo. „Shpresim, ich bin ein Depp“, ärgerte sich später Andreas Bourani. Auch bei Samu Haber war die Enttäuschung groß: „Ich beiße mir in den Arsch. Ich hasse diese Welt in diesem Moment.“

Der Abräumer des Abends…

…heißt Friedemann. Mit dem Song „Jackpot“ von Teesy feat. Cro zog der 27-Jährige den Jackpot im wahrsten Sinne des Wortes: Alle Coaches drückten den Buzzer für ihn. Als Student der Jazz- und Popularmusik in Leipzig traf er die naheliegende Entscheidung: Yvonne Catterfeld hat schließlich ebenfalls an seiner Hochschule studiert. Und wer sollte Friedemann schon verübeln, dass er bei Catterfelds Fast-Heiratsantrag schwach wurde?

Die Tränen des Abends…

…verdrückte der Chinese Dehua (27) – und mit ihm auch der ein oder andere Zuschauer im „The Voice“-Studio. Ziemlich muskelbepackt mochte Dehuas Äußeres zunächst gar nicht zu seiner weichen, sensiblen Stimme passen, die er mit „Talking To The Moon“ von Bruno Mars präsentierte.

Dass sich mit Samu Haber, Andreas Bourani und Yvonne Catterfeld gleich drei Coaches für ihn entschieden, rührte den Fitnesstrainer zu Tränen. Am Ende fiel die Entscheidung auf Samu Haber, denn der versprach: „Wir machen Mama stolz.“ Dehua sang für seine Mutter, die er seit drei Jahren nicht mehr gesehen hat – nicht nur den Mars-Song, sondern auch ein Extra-Lied auf Chinesisch.

Der Endstand des Abends…

…zeigt: Alle Coaches sind erfolgreich. Je zwei Teilnehmer konnten die Jury-Mitglieder für sich gewinnen. Neben Friedemann aus Leipzig entschied sich auch die 31-jährige Sängerin Victoria für Yvonne Catterfeld. Das überaus selbstbewusste Hamburger Model Anna-Maria (23) und die Hobby-Handballerin Lucie (19) wollen es mit Andreas Bourani probieren. Robin und Shpresim gehören zu Team Fanta, Dehua und Robin setzen auf Samu Haber.

Nicht weiter kamen bei den dritten Blind Auditions der Rapper Jesse Kolb (32), die Rugby spielende Mutter dreier Kinder Siti (35), Nirvana-Fan Julien Alexander, Hotel-Geschäftsführerin Lina-Marie (19) und Schnellsprecherin Laura Jane (23).