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Löwen-Deal um Kaugummis von Til Schweigers Neffen geplatzt

Das gab’s in der „Höhle der Löwen“ noch nie: Investor Ralf Dümmel schloss sechs Deals ab. Doch aus dem Kaugummi-Geschäft wurde nichts.

Marcel Graf, Ingo Hofmann und Andrej Mangold präsentierten ihr eigenes Kaugummi bei „Die Höhle der Löwen“.

Marcel Graf, Ingo Hofmann und Andrej Mangold präsentierten ihr eigenes Kaugummi bei „Die Höhle der Löwen“.

Foto: Vox

Berlin.  In der „Höhle der Löwen“ hatte Investor Ralf Dümmel noch angebissen. Als dann aber die Details seines Einstiegs in die Kaugummi-Firma durchgekaut wurden, platzte die Blase. Til Schweigers Neffe Marcel Graf und seine Mitgründer von „Das Kaugummi“ konnten doch kein Geld von Dümmel verbuchen, wie die „Gründerszene“ berichtet.

Man sei sich bezüglich der Beteiligung nicht einig geworden, sagte Dümmel der Seite. Ein bisschen hängt er aber offenbar noch am Kaugummi-Start-up: „Wir sind sehr freundschaftlich im Umgang.“ Sein Unternehmen unterstütze Das Kaugummi und auch Holzpost weiterhin und habe ihnen geholfen, ihre Produkte in den Handel zu bringen. Auch mit Holzpost kam letztlich kein Deal zustande.

Dümmel hatte alle sechs Deals gemacht

Das Kaugummi und Holzpost waren zwei von insgesamt sechs Firmen, in denen Dümmel in der jüngsten Folge der Start-up-Show eingestiegen war. Alle Deals waren an ihn gegangen, die Zuschauer rieben sich die Augen – und witzelten über die Kauflust:

Graf hatte von „Wunschlöwe“ gesprochen

Til Schweiger-Neffe Marcel Graf hatte zum Deal noch gesagt: „Wir haben unseren Wunschlöwen gefunden und sind total happy.“ Graf ist auch Geschäftsführer des Til-Schweiger-Unternehmens „Barefoot Bros. Design“, zu dem unter anderem der Online-Shop „Barefoot Living“ gehört.

Mit im Team ist auch Basketball-Profi Andrej Mangold. Zu dem Ausgang hielt er sich wie Graf bedeckt, ließ sich von Fans und Freunden gratulieren unter einem Video der Sendung, das er gepostet hatte.

Für ihn und seine Mitstreiter hatte es in der Sendung immerhin viel Lob gegeben: „Ihr seid mehr als überzeugend.“ Sein Gebot war 250.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile, nachdem die Gründer zunächst so viel für zehn Prozent gefordert hatten. Carsten Maschmeyer und Frank Thelen hatten mitgeboten, Dümmel aber den Zuschlag bekommen.

Gespräche seit Aufzeichnung im März

Er sagte der Gründerszene dazu: „Wenn mich ein Gründer interessiert, schlag’ ich zu. Wenn mich ein paar mehr Gründer interessieren, schlag’ ich eben mehrmals zu.“ Auf Twitter lobte er auch: „Bei so tollen Gründern muste ich einfach zuschlagen.“

Doch seit der Aufzeichnung der Sendung im März ist viel passiert. Der Deal mit „Das Kaugummi“ sei letztlich wegen Fragen zum künftigen Kurs nicht zustande gekommen: Sein Unternehmen DSProdukte wolle als strategischer Partner mehr als nur Geld geben wollen. Und bei der Frage, wie es weitergeht, wurden sich Dümmel und der Kaugummi-Clan dann doch nicht einig.

Weiter Lob für Kaugummi-Firma

Die Firma und deren Produkt verteidigt er aber weiter. Der Markt sei riesig. Die Geschmacksrichtungen Zitrone-Basilikum, Orange-Ingwer und Holunderblüte-Minze weckten sein Interesse. Er versprach auch auf Twitter noch einmal, alles zu tun, um Das Kaugummi im Handel zu platzieren.

Drei Deals in trockenen Tüchern

Bei drei anderen Geschäftsideen aus der Sendung sind die Deals aber perfekt: Bei GlowGarage, VeggiePur und Caketales sei das Geld schon geflossen. In der Schwebe ist der Gründerszene zufolge noch das Geschäft mit Gruezi Bag: Man sei „noch in Verhandlungen“. (law)