Quizshow

Single, schlau, sucht ... bei Jauch nicht nur Antworten

Auch in der dritten Sendung von „500 – Die Quizarena“ zeigt Kandidat Michael Marji, was er auf dem Kasten hat. Und sucht eine Frau.

Kandidat Michael Marji durfte bei „500 – Die Quizarena“ auch ein drittes Mal antreten.

Kandidat Michael Marji durfte bei „500 – Die Quizarena“ auch ein drittes Mal antreten.

Foto: RTL / Frank W. Hempel

Berlin.  Was haben Singles bei potenziellen Partnern ganz besonders gern? Exakt, Intelligenz. Da kommt ein junger Mann aus Mainz gerade recht. Dürfen wir vorstellen: Michael Marji, 30 Jahre alt, angehender Lehrer und Deutschlands neues Super-Hirn.

Das hat er in den vergangenen zwei Sendungen von Günther Jauchs Rateshow „500 – Die Quizarena“ bereits unter Beweis gestellt, und es gelang ihm auch ein drittes Mal. Während sich Kandidaten bei „Wer wird Millionär?“ mit Jokern und Antwortmöglichkeiten zu behelfen wissen, geht es in Deutschland „härtestem Quiz“ ans Eingemachte. 500 Fragen gilt es zu beantworten, jede in nur fünf Sekunden. Wer hier kein Schlaufuchs ist, so wie unser Meister Marji, der kassiert ganz schnell ein rotes X (Und bei X mal drei heißt’s: Show vorbei!).

Für Marji aber ging es mit 118.000 Euro sicherem Gewinn erst richtig los. Schon schnellte er durch Frage-Kategorien wie „Obst & Gemüse“, „Musik“ und „Blaues Blut“. Und war er sich einmal nicht ganz sicher, etwa bei der Frage nach dem Namen des ADAC-Auto-Preises, dann hat er schlicht drauflos geraten. Klar, der „Gelbe Engel“ war natürlich richtig. „Unfassbar“, findet Jauch wohlwollend.

Kandidat Marji ist bescheiden

Na, das klingt doch schon mal gut, nicht wahr? Und das ist noch nicht alles, liebe Single-Ladies: Denn Marji ist nicht nur schlau, sondern auch noch recht bescheiden. Sein Zimmer im Studentenheim ist schnuckelige 16 Quadratmeter groß, er liest gerne Videotext und findet im Park Entspannung („Eine Freundin muss die Natur mögen!“). Gedichte kann er aus dem Stegreif rezitieren, und seine Großeltern liebt er grenzenlos. Hallo, Traummann!?

Also, liebe Leserinnen, wenn Sie jetzt meinen, Ihr Herzblatt gefunden zu haben, dann ab nach Mainz. Oder nach Neuseeland, denn dort will Marji drei Monate verweilen. Mit den 118.000 Euro, die er trotz Scheiterns an Frage 196 („Ernst August von Hannover ist Herzog von Braunschweig und…?“ – Lüneburg) gewonnen hat, lässt es sich dort bestimmt nett wandern, und das ganz sicher auch zu zweit.

Kandidat konnte noch nicht punkten

Oder haben Sie es etwa auf Ömer Eryigit, 37 und aus Essen, abgesehen? Er ist, Verzeihung, schon vergeben – und derzeit ohnehin mit Fragen aus Themengebieten wie „Wein“ und „Weltliteratur“ befasst. In vielen Bereichen hatte er den Durchblick, etwa, welches große Küchengerät sich in mehr als 99,9 Prozent der deutschen Haushalte befindet (der Kühlschrank). Am Autor der Gruselgeschichte „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ scheiterte der Telekom-Berater – und zweifache Vater – dagegen. Auf Robert Louis Stevenson kam er nicht.

Was nicht weiter schlimm war, erreichte der Sohn einer deutschen Mutter und eines türkischen Vaters doch die Gewinnstufe von 34.000 Euro – nicht zuletzt dank des Einsatzes von Ralf Schnoor, Schiedsrichter und Sieger bei „Wer wird Millionär?“. Der half, wenn Jauch schon mit Xen um sich warf. Glück für Eryigit, Pech für Toni Al Nader, den 30 Jahre alten Berliner, der bei Scheitern seines Gegners auf den Kandidaten-Stuhl vorgerückt wäre. Bislang aber konnte der Rechtsanwalt und Rugby-Spieler noch nicht viel punkten – außer mit nettem Äußeren, was ja auf Dauer ohnehin ganz nebensächlich ist.

Glauben Sie nicht? Dann fragen Sie doch Michael Marji – eine Antwort hat er ganz bestimmt.