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„Let’s Dance“: Favorit Eric Stehfest scheitert im Halbfinale

Eric Stehfest scheidet im Halbfinale von „Let’s Dance“ aus, Jana Pallaske muss zittern. Was ist nur los mit den einstigen Favoriten?

Eric Stehfest ist im Halbfinale von „Let’s Dance“ gescheitert.

Eric Stehfest ist im Halbfinale von „Let’s Dance“ gescheitert.

Foto: Sascha Steinbach / Getty Images

Köln.  Zu Beginn der Staffel galten sie als die Top-Favoriten der Show. Am Freitagabend standen sie beide im roten Scheinwerferlicht und mussten um den Einzug ins große Finale zittern: die „Let’s Dance“-Kandidaten Jana Pallaske und Eric Stehfest.

Die Zuschauer hatten das letzte Wort: Sie wählten Jana Pallaske in die Final-Show, die am nächsten Freitag steigt. Eric Stehfest ist raus. Und es war abzusehen. Fast schon desaströs – im Vergleich zu seinen Konkurrentinnen – urteilte die Jury über die Leistung des Soap-Darstellers. Für seine Salsa, die Juror Joachim Llambi schlicht „nicht salsamäßig genug“ war, gab es nur 22 Punkte.

20 Punkte für Eric Stehfest – ein Schlag ins Gesicht

Noch schlimmer wurde es beim zweiten Tanz, der Rumba. Langsam und liebevoll war der Tanz, ja. Aber auch zu oberflächig und zu steif, fand die Jury. 20 Punkte, fast ein Schlag ins Gesicht. Da wirkten auch die 26 Punkte für Stehfests Impro-Tanz, einem Slowfox, wenig versöhnlich.

Drei Tänze mussten die Halbfinalisten Jana Pallaske, Victoria Swarovski, Sarah Lombardi und der ausgeschiedene Eric Stehfest zeigen – zwei neu einstudierte und einen sogenannten Impro-Tanz. Den Stil des dritten Tanzes erfuhren die Promis erst in der Show. 20 Minuten Zeit hatten sie anschließend fürs Einstudieren einer Choreographie.

Victoria Swarovski mit Bestleistung

Die beste Leistung bei allen drei Tänzen lieferte auch dieses Mal wieder Victoria Swarovski ab. Die Österreicherin holte 89 von 90 Jurypunkten und zog souverän ins Finale ein. Abgeschlagen, aber immer noch Zweite nach Jurypunkten: Jana Pallaske (79 Punkte) vor Sarah Lombardi (73 Punkte) und Eric Stehfest (68 Punkte).

In der Gunst der Zuschauer stand dann allerdings Ex-DSDS-Sternchen Sarah Lombardi weit oben. Sie zog an Jana Pallaske vorbei ins Finale. Dabei hatte die Schauspielerin für ihren zweiten Tanz, dem Contemporary, noch die volle Punktzahl geholt. Die Juroren waren sprachlos, zückten alle das Punktetäfelchen mit der 10.

Jury und Publikum wollen Geschichten sehen

Was war passiert? Warum gerieten ausgerechnet die Favoriten im Halbfinale ins Straucheln? Wahrscheinlich passte ihre Leistungskurve schlicht nicht in die Dramaturgie der Show. Wer stark beginnt, kann sich nur schwer steigern. Jury und Publikum wollen aber Geschichten sehen. Sie wollen eine Sarah Lombardi, die anfangs noch belächelt wurde. Die ganz solide getanzt hat, sich zu Beginn jedoch etwas schwer tat. Die dann von Show zu Show immer besser wurde und spätestens mit ihrem erotischen Contemporary ein Ausrufezeichen setzte. Hui, das hatte man der Kleinen gar nicht zugetraut.

Das Publikum will auch eine Victoria Swarovski, die zum Staffel-Auftakt kaum jemand kannte. Sie war zu Beginn stets Tochter einer Schmuckstein-Dynastie aus Österreich. Mehr nicht. Was will die schon holen? Doch auch sie überraschte mit immer besser werdenden Leistungen, das Publikum lernte die 22-Jährige von Show zu Show besser kennen. Sie wurde vom vermeintlich verwöhnten Töchterchen zur ernstzunehmenden Kandidatin. Mittlerweile ist sie sogar heiße Anwärterin aufs Sieger-Krönchen.

Selbstverständlich geht es auch um Sympathien

Sarah Lombardi und Victoria Swarovski haben sich stark entwickelt – Jana Pallaske und Eric Stehfest dagegen vergleichsweise wenig. Sie waren von Anfang an gut, haben mal geschwächelt, konnten dann wieder auftrumpfen.

Selbstverständlich geht es bei den Zuschauer-Entscheidungen immer auch um Sympathien. Da kommt eine verträumt guckende und esoterisch angehauchte Jana Pallaske beim heimischen Wohnzimmer-Publikum womöglich weniger gut an als eine Sarah Lombardi, die „wie eine Löwin“ (Motsi Mabuse) um den Einzug ins Finale kämpfte.

Das mag unfair erscheinen, folgt aber den Regeln und dem Konzept der RTL-Show. Das Publikum will unterhalten werden. Wenn es um bloße Leistung ginge, könnten die Zuschauer auch das nächste Turnier ihres ortsansässigen Tanzsportvereins besuchen.