Acht Musiker, eine Mission: Die Songs der jeweils anderen covern. „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ ist zurück und wartet in der dritten Staffel mit einigen Mega-Stars auf. In der ersten Folge mussten sich die Künstler direkt an die Werke der wohl erfolgreichsten Künstlerin der Runde machen: Nena. Seit 35 Jahren ist sie im Showgeschäft, in dieser Zeit konnte sie in 37 Ländern der Welt Nummer-eins-Hits landen. Kein Wunder, dass die anderen durchaus großen Respekt davor haben, mit Nena-Songs auf die Bühne zu treten. Aber da mussten sie nun durch.
Den Anfang machten Alec Völkel und Sascha Vollmer von The BossHoss. Sie wagten sich an „Leuchtturm“ – und damit auch an den Gesang in deutscher Sprache, ihre selbsternannte größte Hürde. Aber mittlerweile fühlen sie sich ganz wohl damit, wie sie zugeben mussten. Von der Country-Version, die sie zum Besten gaben, war dann auch Nena begeistert. „Ich fand die beiden so sexy, die sollten öfter in ihrer Muttersprache singen“, befand sie und plauderte anschließend noch ein wenig aus dem Nähkästchen.
Nena-Abend bei „Sing meinen Song“
An dem Nena-Abend standen somit nicht nur die Hits der Sängerin im Mittelpunkt, sondern auch ihre Karriere. Immer wieder berichtete sie von ihren Anfängen, den Erfolgen in Japan oder der goldenen Schallplatten im Gäste-Bad – und selbst auf der Bühne stand sie letztendlich auch noch. Zusammen mit ihrer Tochter Larissa performte sie ihre neue Single „Genau jetzt“, ehe die anderen Musiker wieder ran mussten.
Texthänger bei Seven
Samy Deluxe machte es sich einfach: Er wählte „Berufsjugendlich“, einen Song, den er mitgeschrieben und produziert hat. Statt ihn aber einfach nur zu rappen, hat er sich den Song zuvor noch zurecht geschrieben und sorgte für einiges Schmunzeln bei der „Sing meinen Song“-Truppe.
Annett Louisan brachte anschließend mit ihrer Version von „Nur geträumt“ „Sixties-Vibes“ auf die Bühne, wie Nena anerkennen musste. Seven setzte hingegen bei „99 Luftballons“ auf lässigen Funk. Vielleicht etwas zu (nach)lässig, denn plötzlich fanden die Luftballons nicht mehr ihren Weg zum Horizont. Texthänger beim Schweizer. Was für ein Glück, dass es sich bei der Sendung ja nicht um eine Talentshow handelt, sonst hätte das jetzt wohl das Aus für den Sänger bedeutet. Aber so setzte er einfach noch einmal an und absolvierte einen Song mit einer funky Note.
Gastgeber Xavier Naidoo nahm sich „Wunder gescheh’n“ vor, ein Song, der „in einer besonderen Phase“ von Nenas Leben entstanden war – „nämlich als ich mein erstes Kind geboren habe. Mit meinem Sohn Christopher habe ich elf Monate intensiv verbracht, bis er gestorben ist“, erklärte die Künstlerin. Naidoo sang das Lied ohne Schmerz oder Schmalz, was bei Nena besonders gut ankam. Aber reichte das aus, um den besten Song des Abends zu landen?
Eine Blume für den besten Performer des Abends
Als letztes musste noch Wolfgang Niedecken auf die Bühne. Er performte „Liebe ist...“ – tatsächlich auf Kölsch! Für Begeisterung und Standing-Ovations sorgte auch das, aber am Ende war es vor allem ein Cover, das Nena im Kopf geblieben war: Annett Louisans „Nur geträumt“.
Und während Heidi Klum an dieser Stelle ein Foto überreichen würde, war es beim Tauschkonzert eine Blume, mit der sich Louisan zur Feier des Tages schmücken durfte. Den Einzug in die nächste Runde hatte sie – genau wie die anderen Musiker – ja ohnehin sicher.













